Unser besonderer Schwerpunkt liegt auf den politischen Zielen der Europäischen Union und ihrem Vergleich. Neben der individuellen Forschungstätigkeit, arbeiten wir vor allem in drei Einheiten zusammen:
- Vienna Working Group on Digital Europe
Gerda Falkner hat diese Arbeitsgruppe 2020 ins Leben gerufen, um die Rolle der EU bei der Gestaltung der fortschreitenden Digitalisierung und die Folgen für Demokratie und Gesellschaft, die sich daraus ergeben, zu untersuchen. Ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Sonderheft des Journals of European Public Policy, das sich der digitalen Souveränität widmet und von Gerda Falkner, Sebastian Heidebrecht, Anke Obendiek und Timo Seidl herausgegeben wurde. Darin wird quer durch verschiedene Politikinhalte der EU verglichen, wieviel Abhängigkeit von Technologiekonzernen und -normen von außerhalb der Union im digitalen Bereich akzeptiert wird und welche Schritte hin zu mehr Autonomie es gibt. Die Mitglieder der Vienna Working Group on Digital Europe um Gerda Falkner sind derzeit Sebastian Heidebrecht, Christine Gajo und Beatrice Carella.
- Gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Patrick Müller erforscht die Politikinhalte in den Bereichen Äußeres, Sicherheit und Verteidigung. Er ist gegenwärtig Kooperationspartner im von der EU finanzierten Projekt „Contested EU Foreign Policy in an Era of Geopolitics (EUFOG)“ und war als Leiter oder Teilnehmer an mehreren von Drittmitteln finanzierten Projekten beteiligt, die sich verschiedenen Gebieten der internationalen Beziehungen der Europäischen Union verschrieben hatten. Teil dieser Einheit sind David Gazsi und der langjährige Kollege Peter Slominski, mit denen die Zusammenarbeit verschiedene Aspekte der Rolle der EU in internationalen Beziehungen und globaler Ordnungspolitik in den Fokus stellt. Resultate der gemeinsamen Forschung sind in führenden Fachzeitschriften zum Thema europäische Integration erschienen.
- Politikinhalte rund um Asyl und Grenzschutz
Peter Slominski hat als Leiter einiger von externen Fördergebern finanzierter Projekte zu Grenzkontrollen und Migration fungiert und befasst sich aktuell mit einer vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Studie zur Verantwortlichkeit von Frontex in der europäischen Grenzschutzpolitik, gemeinsam mit dem Postdoc-Projektmitarbeiter Magnus Schoeller, der auch reiche Erfahrung in den Politikinhalten der Wirtschafts- und Währungsunion sowie zur Führungsrolle Deutschlands in der EU mitbringt. Ihre jüngsten Veröffentlichungen sind in hochrangigen Medien wie dem Journal of Common Market Studies, dem Journal of European Public Policy und der Zeitschrift International Affairs erschienen.