Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut.


Mag. Sarah Gold-Ponesch (Projektleitung)

“Too much mother, not enough professional” or vice versa? How the situated knowledges of feminist academic mothers come to matter

Laufzeit: August 2019 – Juli 2022

gefördert durch: DOC Stipendium der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

Studien unterstreichen die Prävalenz von Ausgrenzungs- und Marginalisierungsmechanismen gegenüber Müttern im akademischen Bereich. Dabei wird ein stereotypes Bild „des Akademikers“ als implizit männlich, weiß, cis-gendered, körperlich und mental leistungsfähig und ansonsten privilegiert reproduziert, indem es mit „der Mutter“ als seinem „Anderen“ kontrastiert wird. Während „der Akademiker“ den Bereich des Wissens, des Verstandes und der Vernunft bezeichnet, wird „die Mutter“ der Sphäre der Erfahrung, des Körpers und der Emotionen zugeschrieben. In meiner Dissertation argumentiere ich, dass dieser modernistische Dualismus aus dem, was bell hooks ‚imperialistisches rassistisches kapitalistisches Patriarchat‘* nennt, geschaffen wird und in dieses zurückführt. Um diese Binarität zu durchbrechen, stütze ich mich auf einen intersektionellen Feminismus, der zutiefst von schwarzen, de- und postkolonialen Denker*innen geprägt ist. Das bedeutet, dass ich nachzeichne wie sich Wissen und Erfahrung, Theorie und Praxis, Rationalität und Emotionen zwischen und innerhalb von Feminismus, Wissenschaft und Mutterschaft bewegen. Konkret setze ich mich mit den ‚situierten Wissensbeständen‘ (Donna Haraway) von selbstidentifizierenden feministischen akademischen Müttern (FAMs) auseinander. Dabei ziele ich darauf ab folgende Forschungsfragen zu beantworten: (1) Wie marginalisieren und exkludieren modernistische Dualismen, die aus dem "imperialistische rassistische kapitalistische Patriarchat" entstehen und es reproduzieren, FAMs sowohl auf diskursiver als auch auf praktischer Ebene in der Wissenschaft; und (2) wie nutzen FAMs ihre Erfahrungen als Grundlage für die Untergrabung eben dieser Strukturen in der Wissenschaft und darüber hinaus? Oder, mit anderen Worten, wie ermöglichen es die situierten Kenntnisse der FAMs, anders zu denken und zu leben? Methodisch verankere ich meine Arbeit in den Erfahrungen und verkörperten Wissensbeständen von FAMs, indem ich Grounded Theory anwende. Zuerst untersuche ich Essays von selbstdefinierten FAMs aus den USA, die ich dann als Ausgangspunkt verwende, um im Anschluss qualitative Tiefeninterviews mit anderen in den USA ansässigen FAMs durchzuführen und zu analysieren. Mein Ziel ist es, einen Beitrag zu einem reichen Fundus an feministischen Arbeiten zu leisten, die die fortschreitende Neoliberalisierung der Wissenschaft als Institution und des akademischen Wissens als ihr „Produkt” kritisieren. Da die USA im Zentrum dieser Entwicklungen stehen, ist es wichtig, die zugrundeliegenden Prozesse auf lokaler Ebene zu untersuchen. Letztlich zielt diese Arbeit jedoch darauf ab, breitere gesellschaftspolitische Fragen zu informieren, wie beispielsweise: (a) welche Arten von Wissen werden in der Wissenschaft als „legitim“ oder „relevant“ angesehen; (b) welche Diskurse, Körper, Handlungen, Praktiken und/oder Theorien werden als „unprofessionell“, „irrelevant“ oder anderweitig als minderwertig angesehen; und (c) welche Auswirkungen hat dies auf die Wissenschaft als Institution und das akademische Wissen als ihr „Produkt“?

*Im Original bezeichnet bell hooks diesen Terminus als „imperialist white supremacist capitalist patriarchy“. Ich übersetze „white supremacist“ hier mit „rassistisch“ obwohl dies dem Originalbegriff nicht ganz gerecht wird.


Univ.-Prof. Dr. Oliver Marchart (Projektleitung)

Agonistische Kulturpolitik (AGONART) – Fallstudien zur konfliktiven Transformation von Kulturstandorten

Post Doc Forscherin: Anke Schad-Spindler
Prae Doc Forscherin:
Stefanie Fridrik

Wissenschaftliche Beratung: Friederike Landau (Universität Nijmegen) 

Laufzeit: Dezember 2020 – August 2022

gefördert durch: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank OeNB 

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Dr. Maša Mrovlje (Projektleitung)

Disappointment: Reclaiming the Unfulfilled Promise of Resistance – RESIST

Mentor: Oliver Marchart (Universität Wien) 

Laufzeit: Juni 2021 – Mai 2024

gefördert durch: REinforcing Women In REsearch (REWIRE) COFUND Programm, ein Marie Sklodowska Curie Actions COFUND Projekt, gefördert durch die Europäische Kommission 

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Dr. Katharina T. Paul (Projektleitung)

InsSciDE – Inventing a shared Science Diplomacy for Europe

Projektmitarbeiterin: Anna Pichelstorfer

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Myriam Gatisch

Laufzeit: Jänner 2018 – November 2021

gefördert durch: European Union’s Horizon 2020 research and innovation program

Weitere Informationen: http://www.insscide.eu/

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KNOW-VACC: Knowledge production and governance in vaccination policy

ehemalige Projektassistentin: Katharina Riesinger

Laufzeit: März 2017 – November 2021

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Das Elise Richter Exzellenz Programm des FWF bietet eine vierjährige Senior Postdoc Stelle, die der Habilitation bzw. einer gleichwertigen Qualifizierung dient. In ihrem Projekt KNOW-VACC (Knowledge production and governance in vaccination policy) forscht Katharina T. Paul weiterhin vergleichend im Politikfeld Impfpolitik.


Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Projektleitung)

Gewalt gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund (GBV-MIG)
GENDER-NET Plus Joint Call in Gender and UN Sustainable Development Goals

Projektmitarbeiter*innen, Universität Wien: Madita Erdmann, Leila Haj-Abdou, Milena Pieper

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen, Universität Wien: Beate Gassner

Mitglieder des Konsortiums: CRESPPA Université Paris 8 France (PI), National University of Ire-land Galway, St. Mary’s University Halifax, Oriental Insitute at Czech Academy of Sciences, University of Vienna, Norwegian Centre for Violence and Traumatic Stress Studies Oslo, Bar-Ilan University Tel Aviv

Laufzeit: März 2019 – Dezember 2021

Weitere Informationen: http://gbvmigration.cnrs.fr/

Gender-based violence (GBV) ist eine der größten Eingriffe in die und Verletzung der Menschenrechte von Frauen und stellt somit ein erhebliches Hindernis zur Umsetzung der SDGs dar. GBV gegen Frauen mit Migration- und Fluchthintergrund ist weit verbreitet, findet jedoch sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis wenig Beachtung und bleibt vielfach unsichtbar. Dieses Projekt versucht die strukturellen und gesellschaftlichen Hintergründe von GBV im Kontext von Migration und Flucht zu begreifen. Dabei werden Interaktionen unterschiedlicher Formen von Diskriminierung und Un-gleichheiten in Bezug auf gender, „race“, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, gender Identität und Alter analysiert. Diese Faktoren könnten Einfluss auf die unterschiedlichen Vulnerabilitäten von Frauen und deren Zugang zu Unterstützung und Schutz erheblich beeinflussen. GBV könnte durch restriktive Migrations- und Fluchtpolitiken und die Schließung und Militarisierung von Grenzen Frauen dazu zwingen, andere gefährliche Fluchtrouten einzuschlagen. Gleichzeitig sind Frauen durch Konflikte und ökonomische Risiken Flucht besonders ausgesetzt, womit das Risiko von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel wächst. Zusätzlich können Bedingungen der Unterbringung und Integrationspolitiken in Ziel- und Transitländern die Wahrscheinlichkeit, GBV zu erfahren, verstärken. Allerdings sind diese Frauen nicht einfach nur „Opfer“ von GBV, weswegen Strategien und Handlungsfähigkeiten ebenso wichtig zu betrachten sind. Das österreichische Team befasst sich vor allem mit dominanten Narrativen und Diskursen um das Thema GBV gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die (Un)Sichtbarkeit von GBV in Grenzregionen in Anbetracht der geografischen Lage Österreichs und die Auswirkung der Schließung der sogenannten „Balkan Route“ und Bedingungen der Unterbringung in z.B. Frauenhäusern und Geflüchtetenunterkünften. Die Einbindung verschiedener Akteur*innen auf unterschiedlichen Ebenen ermöglicht es, die vergeschlechtlichten und rassifizierten Konstruktionen und Narrative zu identifizieren und zu analysieren. Daher werden Interviews mit relevanten Akteur*innen auf nationaler und internationaler Ebene sowie eine ausführliche Analyse nationaler und internationaler Dokumente und Policies durchgeführt. Zentral für dieses Projekt sind jedoch die Beteiligung von Frauen in Form von Interviews, welchen möglicherweise GBV wiederfahren ist.

Kontakt: madita.erdmann@univie.ac.at

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BordEUr: Jean Monnet New European Boderlands' Network

Projektmitarbeiterinnen: Helena Segarra, Magdalena Übleis-Lang

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Miriam Haselbacher

Laufzeit: September 2019 – September 2022

gefördert durch: Erasmus+

The Institute of Political Science, with Sieglinde Rosenberger, Miriam Haselbacher and Helena Segarra, is part of the BordEUr research network. A recently launched network of nine universities that addresses the impact of recent developments in the EU’s and its member states’ bordering practices, how these practices are framed, and how the assigned meanings potentially clash with the EU’s identity as an international actor. 
The project is coordinated by the Center for European Neighborhood Studies (CENS) at the Central European University (Hungary).

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Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer (Projektleitung)

Populist Backlash, Democratic Backsliding, and the Crisis of the Rule of Law in the European Union (POPBACK) 

Projektmitarbeiterinnen: Marlene Radl

Laufzeit: Dezember 2020 - November 2023

gefördert durch: NORFACE (https://www.norface.net/)

Ziel des POPBACK-Projekts ist es, Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit europäischer Demokratien zu entwickeln. Dazu werden Mechanismen in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Medien analysiert, mit denen "exkludierende Populisten" ihre Macht zu vergrößern und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben versuchen. Das Projekt will auch zivilgesellschaftliche Gegenstrategien identifizieren. Mit einem interdisziplinären Ansatz, der politische Ökonomie, Politik-, Rechts-, Management- und Medienwissenschaften inkludiert, vergleicht das Projekt Entwicklungen in Österreich, Kroatien, Deutschland, Ungarn, Polen, Slowenien, dem Vereinigte Königreich und der Türkei. Das Projekt ist in vier Arbeitspakete (WPs) organisiert, die sich auf juristische Veränderungen (WP1), Wirtschaft (WP2), Medien und Kommunikation (WP3) sowie den Impact des Projekts (WP4) konzentrieren.  Das österreichische Team wird zum WP3 beitragen, indem es einen Multilevel-Analyse-Ansatz verfolgt, um die politökonomischen, rechtlichen und diskursiven Säulen eines kommunikativen autoritären Populismus zu untersuchen.

Projekthomepage: https://www.popback.org/

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Cultures of Rejection (CuRe)

Projektmitarbeiter: Benjamin Opratko, Florian Zeller

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: VolkswagenStiftung

CuRe – Cultures of Rejections aims at a deeper understanding of processes of social polarisation, radicalisation and transformation of everyday life that underpin recent surges in nationalism and right-wing populism in Europe. Cultures of rejection are practices, discourses and cultural formations based on values, norms and affects which reject immigration, domestic political elites, institutions of civil society and the media, shifting gender relations, and European integration. The working hypothesis of the project posits that cultures of rejection emerge from experiences of change and crisis, and fuel rejection of both the EU and national democratic systems as well as institutions of civil society, threatening social cohesion and peaceful coexistence. The project seeks to test this hypothesis and analyse which dimensions of transformation and crisis are processed in cultures of rejection, and how meaning is ascribed to them inter-subjectively in different environments. The researchers will assess the situation along the 2015 migration route across Sweden, Germany, Austria, Croatia and Serbia, thoroughly examining work places, digital and socio-spatial environments. The socio-cultural research conducted is complemented with elements of digital ethnography.

Key research questions are:

• How do workers in two industries affected by economic and technological transformation (logistics/transport and retail) reproduce, justify or contradict cultures of rejection in their everyday lives?
• To which experiences of routines, transformation and crisis do employees ascribe meaning via reference to cultures of rejection?
• Which online and offline environments are relevant to the reproduction of cultures of rejection?
• What similarities and differences can account for the composition of cultures of rejection in different spaces and places?

CuRe is funded by the Volkswagen Stiftung’s initiative „Herausforderungen für Europa“ (2019-2021). Project leaders are Manuela Bojadžijev (Leuphana University Lüneburg , Germany), Irena Fiket (University of Belgrade, Serbia), Birgit Sauer (University of Vienna), Sanja Bojanic (University of Rijeka) and Stefan Jonsson (Linköping University).

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Migrant Children and Communities in a Transforming Europe (MiCREATE) 

Projektmitarbeiterinnen: Alev Cakir, Mira Liepold, Stella Wolter

Ehemalige Projektmitarbeiterinnen: Dovaine Buschmann, Ayse Dursun

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Europäische Kommission Horizon 2020 - SC6-MIGRATION-2018-2019-2020

Koordination: Science and Research Center Koper, Slowenien

Das Projekt wird im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes Horizon2020 gefördert und von 15 Forschungseinrichtungen aus 12 europäischen Ländern für die Dauer von 36 Monaten umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, die politisch-institutionellen Rahmenbedingungen der gesellschaftlichen Integration von minderjährigen MigrantInnen im Schulbereich vergleichend zu erforschen. Das Forschungsteam an der Universität Wien untersucht durch Policy-Analyse und Feldforschung mit SchülerInnen, Schulpersonal und politischen und zivilgesellschaftlichen Stakeholders die institutionellen Mechanismen des gesellschaftlichen Ein- und Ausschlusses minderjähriger MigrantInnen in Österreich. Vor dem Hintergrund wachsender politischer Krisen, die sich nicht zuletzt in die Restrukturierung von Migrationsregimen münden, beschäftigt sich das Forschungsteam mit der Frage, wie die gesellschaftlichen Positionen migrantischer Kinder und Jugendlichen an der Schnittstelle von Asyl- und Fremdenrecht einerseits und Jugendwohlfahrt und Schulrecht andererseits konstruiert werden. Die Forschungsergebnisse aus Österreich sollen an die Ergebnisse des gesamten Konsortiums gekoppelt werden, um ein ganzheitliches europäisches Bild zu erlangen.

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POP-MED. Politischer und medialer Populismus: Die “Flüchtlingskrise” in Slowenien und Österreich

Projektmitarbeiter, Universität Wien: Otto Penz, Daniel Thiele

Projektmitarbeiter*innen, The Peace Institute, Ljubljana: Mojca Pajnik (Projektleitung Ljubljana), Emanuela Fabijan, Iztok Šori, Marko Ribać, Mojca Frelih, Neža Kogovšek Šalamon

Partnerinstitutionen: Universität Wien & The Peace Institute, Ljubljana

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Slovenian Research Agency (ARRS) & FWF - Der Wissenschaftsfonds

Das Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen Parteienpolitik, Medien und Rechtspopulismus in Österreich und Slowenien. Ausgangspunkt ist der sogenannte „Sommer der Migration“ des Jahres 2015
Den geschichtlichen Hintergrund bildet die Erosion der Parteiendemokratie und der Aufschwung einer auf mediale Präsenz, Meinungsumfragen und PR-Experten fokussierten, „populistischen Demokratie“. Diese Veränderungen haben zum Aufstieg rechtspopulistischer Akteure beigetragen, die gegen „die Elite“ und gegen vermeintlich „Andere“ mobilisieren. Die große Zahl an Geflüchteten, die über die „Balkanroute“ versuchte, Krisengebieten zu entkommen, befeuerte den exkludierenden Populismus zusätzlich. Rechtspopulistische Parteien stellen Geflüchtete als gefährlich, nicht integrationsfähig und bedrohlich für die nationale Sicherheit und Wohlfahrtssysteme dar.
Das Forschungsprojekt untersucht diesen „exkludierenden Populismus“ der Jahre 2015 bis 2021 auf neuartige Weise. Die Analyse gilt dem Zusammenspiel dreier Felder: a) dem Feld politischer Entscheidungsprozesse, b) dem journalistischen Feld und der Berichterstattung über Migrationspolitik bzw. Migrationsbewegungen und c) der öffentlichen Wahrnehmung von Migration. In diesem Zusammenhang richtet das Projekt einen innovativen, affekttheoretischen Fokus auf die Mobilisierung von Emotionen wie Angst, Wut und (ausschließende) Solidarität.
Die Analysen des Projektes stützen sich auf einen vielfältigen Mix an Methoden: Neben einer kritischen, affektiven Frameanalyse von Parlamentsdebatten und Medieninhalten kommen qualitative ExpertInnen-Interviews mit PolitikerInnen und Medienfachleuten, quantitative Textanalysen von Migrationsdiskursen auf Twitter sowie primäre und sekundäre Auswertungen von Umfragedaten zum Einsatz.

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Dr. Magnus G. Schoeller (Projektleitung)

The Challenge of Regional Leadership: Germany’s Self-Conception and Leadership Performance across EU Policies

Projektleitung: Dr. Magnus G. Schoeller
Laufzeit:
Juli 2020 - Juni 2023
gefördert durch:
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) APART-GSK
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Leadership of powerful states is considered crucial to the success of regional integration. Since the European Union (EU) finds itself in a ‘polycrisis’, many eyes are on Germany. However, Germany has long been characterized by a ‘leadership avoidance reflex’. Moreover, even if Germany perceives itself as a leader in the EU, it will not be able to provide leadership equally in all EU policies, as such hegemony is precluded for structural and legitimacy reasons. Therefore, this project investigates, first, the extent to which German political elites perceive themselves as a regional leader in different EU policies. Second, the project asks under which conditions Germany actually performs a leading role in a given policy. In order to answer these questions, the project elaborates an innovative theoretical model that integrates rationalist (interest-based) and constructivist (idea-based) perspectives on leadership. Methodologically, the project relies on a mixed-methods design by combining an elite survey with rigorous process-tracing based on semi-structured interviews and document analysis.


Ass.-Prof. Dr. Alice Vadrot (Projektleitung)

MARIPOLDATA - The Politics of Marine Biodiversity Data: Global and National Policies and Practices of Monitoring the Oceans

Projektmitarbeiter*innen: Emmanuelle Brogat, Arne Langlet, Ina Tessnow von Wysocki, Petro Tolochko

Laufzeit: November 2018 – Oktober 2023

gefördert durch: Starting Grant from the European Research Council (ERC), established by the European Commission

In order to protect marine biodiversity and ensure that benefits are equally shared, the UN General Assembly has decided to develop a new legally binding treaty under the United Nations Convention on the Law of the Sea. Marine biodiversity data will play a central role: Firstly, in supporting intergovernmental efforts to identify, protect and monitor marine biodiversity. Secondly, in informing governments interested in particular aspects of marine biodiversity, including its economic use and its contribution to biosecurity. In examining how this data are represented and used, this project will create a novel understanding of the materiality of science-policy interrelations in global environmental politics as well as develop the methodologies to do so. This is crucial, because the capacities to develop and use data infrastructures are unequally distributed among countries and global initiatives for data sharing are significantly challenged by conflicting perceptions of who benefits from marine biodiversity research.

The central objective of MARIPOLDATA is to develop and apply a new multiscale methodology for grounding the analysis of science-policy interrelations in empirical research. An interdisciplinary team, led by the PI, will collect and analyse data across different policy-levels and spatial scales by combining 1) ethnographic studies at intergovernmental negotiation sites with 2) a comparative analysis of national marine biodiversity monitoring policies and practices and 3) bibliometric and network analyses and oral history interviews for mapping the field of marine biodiversity science.

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