Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut.


Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand (Projektleitung)

Social-Ecological Transformation: Industrial Conversion and the Role of Labour (CON-LABOUR)

Projektmitarbeiter: Heinz Högelsberger, Danyal Maneka & Markus Wissen

Laufzeit: Juni 2018 – Mai 2020

gefördert durch: Klima- und Energiefonds (KLIEN) 


Dr. Tamara Ehs (Projektleitung)

Das politische Gericht. Richterbestellung und Rechtsprechung im Vergleich

Laufzeit: Februar 2018 – Jänner 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Höchst- und Verfassungsgerichte erfahren seit geraumer Zeit nicht nur in der Wissenschaft eine erhöhte Aufmerksamkeit. Journalistische Alltagsbefunde etwa zur "Macht der obersten Richter" oder zu den "stillen Herrschern" und die Metapher vom "letzten Wort", das die Gerichte hätten, weisen auf deren Bedeutungszuwachs im politischen Geschehen hin; sie werden als Mit- oder gar Gegenspieler der Politik wahrgenommen. Tatsächlich greifen sie mit ihren Urteilen in das System von politischen Machtbeziehungen ein, dem sie wiederum selbst verhaftet und verantwortlich sind. Durch die ihnen übertragenen und von ihnen in Anspruch genommenen Gestaltungsbefugnisse sind sie auch politische Organe. Andererseits werden Höchst- und Verfassungsgerichte nicht selten auch Spielball der Politik, wie wir jüngst etwa in Polen beobachten konnten. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht die Frage, inwiefern die Richterbestellung Einfluss auf höchstrichterliche Urteile hat. Diese Frage umfasst demnach zwei Aspekte: einerseits die Analyse der Richterbestellung, andererseits die Analyse des Stimmverhaltens der Richterinnen und Richter. Hinsichtlich des EuGH soll der Untersuchung der österreichischen Richter/innen besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, da diese bislang nicht Gegenstand der hiesigen Politikwissenschaft waren.


Senior Lecturer Dr. Karin Liebhart (Projektleitung)

Gedenkjahr 2018: Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation

Projektmitarbeiterin: Patrick Aprent, Petra Bernhart

Laufzeit: Juni 2018 – Dezember 2019

gefördert durch: Bundeskanzleramt, Geschäftsstelle des Beirates für das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018

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Responsibility - Freedom of Expression: The World of NGOs - Information und Koordination für Stiftungen, Nicht-Regierungs- und Non-Profit-Organisationen in Österreich (FreeEX)

Laufzeit: August 2018 – Juli 2019

gefördert durch: Europäische Union - Horizon 2020 - EACEA - Education, Audiovisual and Culture Executive Agency, Programm: Europa für Bürgerinnen und Bürger

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The Austrian Presidential Elections 2016: A Case study in Visual Political Storytelling

Projektmitarbeiterin: Petra Bernhart

Laufzeit: Februar 2017 – Jänner 2019

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Weitere Informationen: http://visualstorytelling.univie.ac.at/


Univ.-Prof. Dr. Oliver Marchart (Projektleitung)

Making Democracy. Aushandlungen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität unter Jugendlichen

Projektmitarbeiterinnen: Elke Rajal, N.N.

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Ines Garnitschnig

Laufzeit: September 2017 – September 2019

gefördert durch: Sparkling Science - ein Programm des Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), Abwicklung durch die Österreichische Austauschdienst GmbH - OeAD

Das Projekt untersucht alltägliche Aushandlungsformen demokratischer Grundwerte durch Jugendliche. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschafter_innen, Künstler_innen, Vermittler_innen und Lehrer_innen erforschen die Jugendlichen die Bedeutung von Freiheit, Gleichheit und Solidarität in ihren Lebenszusammenhängen. Das Forschungsziel besteht in einer Kartographie des alltagskulturellen Aushandlungsraums von Demokratie. Daneben verfolgt das Projekt das praktische Ziel, demokratische Einstellungen der beteiligten Jugendlichen sowie demokratische Prozesse an der Schule zu stärken. Methodologisch erweitert „Making Democracy“ Ansätze der partizipativen Forschung und der kritischen Kunstvermittlung.

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Dr. Katharina T. Paul (Projektleitung)

InsSciDE – Inventing a shared Science Diplomacy for Europe

Projektmitarbeiterin: Anna Pichelstorfer

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Myriam Gatisch

Laufzeit: Jänner 2018 – November 2021

gefördert durch: European Union’s Horizon 2020 research and innovation program

Weitere Informationen: http://www.insscide.eu/

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KNOW-VACC: Knowledge production and governance in vaccination policy

Projektassistentin: Katharina Riesinger

Laufzeit: März 2017 – Februar 2021

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Das Elise Richter Exzellenz Programm des FWF bietet eine vierjährige Senior Postdoc Stelle, die der Habilitation bzw. einer gleichwertigen Qualifizierung dient. In ihrem Projekt KNOW-VACC (Knowledge production and governance in vaccination policy) forscht Katharina T. Paul weiterhin vergleichend im Politikfeld Impfpolitik.


Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Projektleitung)

REvolTURN – Managing migrant return through ‘voluntariness’

Projektmitarbeiter: Reinhard Schweitzer

Laufzeit: Oktober 2018 – September 2020

gefördert durch: Europäische Kommission, Marie Skłodowska-Curie Individual Fellowship (IF)

The European Union and many of its Member States increasingly rely on public policies for the so-called ‘voluntary return’ of irregular migrants and (refused) asylum seekers. Very little is known about how these approaches work in practice and whether they meet stated policy goals and discharge state obligations regarding migrants’ human rights. The project REvolTURN addresses this research gap through a close and comparative analysis of ‘voluntary return’ policies in Austria and the UK, including their adoption, implementation and immediate outcome. It examines 1) how voluntariness of return is constructed and framed in law, policy and public discourse, 2) which notions of voluntariness are crucial for policy implementation, and 3) what impact this has on migrants’ own decision-making about their return. REvolTURN thereby addresses a key priority of the Horizon 2020 work programme: to better manage migration; and will contribute to recent scholarship regarding the in/effectiveness of migration policies and the agency of migrants holding no or highly precarious statuses.

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PETICIPATE – Petitionen und Parlamentarische Bürgerinitiativen: Verbindung von BürgerInnen und Parlament?

Projektmitarbeiter: Elio Dalpra, Jeremias Stadlmair & Benedikt Seisl 

Kooperationspartner: Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftlicher Dienst der Parlamentsdirektion Österreich

Laufzeit: März 2018 – August 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Vor dem Hintergrund sinkender Unterstützung für Institutionen und AkteurInnen repräsentativer Demokratie haben partizipative Instrumente das Ziel, die Verbindung zwischen BürgerInnen und politischen Eliten zu stärken. Petitionen und parlamentarische Bürgerinitiativen (P/BI) ermöglichen die Einbringung von Anliegen durch BürgerInnen in den österreichischen Nationalrat mittels 500 Unterstützungserklärungen (BI) oder über einzelne Abgeordnete (P). Entsprechend erweitern P/BI das Partizipationsspektrum im politischen System Österreichs. In dem Projekt erforschen wir die Funktion von P/BI für unterschiedliche gesellschaftliche Akteure und Gruppen, wie etwa der Mobilisierung, Policy-Reform, oder Opposition/Protest gegen Regierungsvorhaben. Das Projekt soll uns ermöglichen, Rückschlüsse über das Potential von P/BI als Instrument zur Stärkung der Beziehung zwischen BürgerInnen und Abgeordneten einerseits und als Instrument politischen Protests andererseits zu ziehen.

Zu diesem Zweck sammeln und analysieren wir Daten zu PetentInnen, mittels P/BI artikulierte Forderungen und der parlamentarischen Behandlung aller P/BI im Zeitraum von 1988 bis 2017. In einem weiteren Schritt führen wir eine wissenschaftliche Begleitung rezenter P/BI durch. Alsgesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz bietet das Projekt (a) einen Beitrag zum Verhältnis von direkte und repräsentativer Demokratie in Österreich, (b) Informationen für PetentInnen zu „Gelingensfaktoren“ von Petitionen und parlamentarischen Bürgerinitiativen, sowie (c) Empfehlungen zur Reform von Instrumenten direkter Beteiligung.

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Politics of Belonging in Spaces of Conviviality. Qualitative Analysis of Biographic Narratives and Accounts of Local Space of Autochthon Muslims in Zurich and Vienna

Projektmitarbeiter: Christoph Novak

Weiterer Betreuer: Matteo Gianni (Département de science politique et relations internationales, Universität Genf)

Laufzeit: Mai 2016 – April 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (DOC-Stipendium)

Diese theoriegeleitete, qualitativ-empirische Forschung beschäftigt sich mit jungen Muslim_innen, die in durch Diversität geprägten Stadtgebieten von Zürich und Wien leben und in der Schweiz, respektive Österreich sozialisiert wurden. Aus einer rassismuskritischen, von postkolonialen Theorien ausgehenden Perspektive wird die Frage gestellt, wie diese jungen Erwachsene unterschiedliche Zugehörigkeiten zu sozialen (religiösen, nationalen, räumlichen, etc.) Kollektiven in persönlichen Narrativen konstruieren und zueinander in Beziehung setzen. Ein besonderes analytisches Augenmerkt liegt dabei auf der Rolle des unmittelbar lokalen Umfeldes in diesen Konstruktionen.

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INSIDE the Deportation Gap - Social Membership for Non-Deported Persons

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen: Ilker Ataç, Theresa Schütze

Laufzeit: Januar 2015 – Dezember 2018

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

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Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer (Projektleitung)

Mobilising narratives in a transnational space. New media as a political site for negotiating Malian-diasporic identifications

Projektmitarbeiterin: Syntia Hasenöhrl

Laufzeit: Oktober 2016 – September 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (Docteam-Stipendium)

The PhD project explores the identifications and belongings mobile agents articulate on a Malian-diasporic news portal. It investigates which opportunities for political mobilisation and, thus, agency emerge from such mediated mobilities.

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MEET (Media Education for Equity and Tolerance)

Projektmitarbeiter*innen: Fanny Müller-Uri, Benjamin Opratko

Laufzeit: Dezember 2016 – April 2019

gefördert durch: EU – Europäische Union (Erasmus+ Programm)

„MEET: Media Education for Equity and Tolerance“ (2016-1018) ist ein durch das ERASMUS+ Programm der Europäischen Kommission finanziertes Projekt, an dem neben Österreich Italien, Slowenien, Deutschland und Belgien teilnehmen. MEET zielt auf die Förderung eines kritischen interkulturellen Verständnisses sowie einer bewussten Nutzung von Medien durch sozial benachteiligte Jugendliche, durch MigrantInnen und Flüchtlinge. Das Projekt will Medienbildung als ein Mittel zur Förderung sozialer Inklusion ganz unterschiedlicher Bevölkerungsschichten etablieren. Jugendliche und Lehrkräfte werden in einen „action research“-Prozess, also einen anwendungsorientierten Forschungsprozess, einbezogen, um Methoden der interkulturellen Medienbildung zu entwickeln, die von Prinzipien der Gleichheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität geleitet sind. Durch digitale Instrumente und wissenschaftliche Arbeiten zu Medien- und (Staats)BürgerInnenschaftsbildung, durch einen Bildungsdokumentarfilm und durch politische Empfehlungen werden die Ergebnisse einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: http://meetolerance.eu/

Facebook: http://www.facebook.com/MEETolerance/

Twitter: http://twitter.com/MEETolerance_EU


Univ.-Prof. Dr. Saskia Stachowitsch (Projektleitung)

Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung

Projektmitarbeiterinnen: Astrid Bergmann

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Josefa Maria Stiegler

Laufzeit: Mai 2013 – Juni 2019

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

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Dr. Alice Vadrot (Projektleitung)

MARIPOLDATA

Projektmitarbeiter*innen: N.N.

Laufzeit: November 2018 – Oktober 2023

gefördert durch: Starting Grant from the European Research Council (ERC), established by the European Commission

In order to protect marine biodiversity and ensure that benefits are equally shared, the UN General Assembly has decided to develop a new legally binding treaty under the United Nations Convention on the Law of the Sea. Marine biodiversity data will play a central role: Firstly, in supporting intergovernmental efforts to identify, protect and monitor marine biodiversity. Secondly, in informing governments interested in particular aspects of marine biodiversity, including its economic use and its contribution to biosecurity. In examining how this data are represented and used, this project will create a novel understanding of the materiality of science-policy interrelations in global environmental politics as well as develop the methodologies to do so. This is crucial, because the capacities to develop and use data infrastructures are unequally distributed among countries and global initiatives for data sharing are significantly challenged by conflicting perceptions of who benefits from marine biodiversity research.

The central objective of MARIPOLDATA is to develop and apply a new multiscale methodology for grounding the analysis of science-policy interrelations in empirical research. An interdisciplinary team, led by the PI, will collect and analyse data across different policy-levels and spatial scales by combining 1) ethnographic studies at intergovernmental negotiation sites with 2) a comparative analysis of national marine biodiversity monitoring policies and practices and 3) bibliometric and network analyses and oral history interviews for mapping the field of marine biodiversity science.

Weitere Informationen folgen