Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut.


Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand (Projektleitung)

Social-Ecological Transformation: Industrial Conversion and the Role of Labour (CON-LABOUR)

Projektmitarbeiter: Danyal Maneka

Laufzeit: Juni 2018 – Mai 2020

gefördert durch: Klima- und Energiefonds (KLIEN) 


Dr. Elmar Flatschart (Projektleitung)

Digital Participation - Kampagnensoftware

Laufzeit: März 2018 – September 2018

gefördert durch: FFG Innovationscheck - PLUS

Im vom FFG mit einem Innovationsscheck geförderten Projekt „Digital Participation – Kampagnensoftware“ beforscht Elmar Flatschart in Kooperation mit der more Onion OG – einem IT Unternehmen, dass sich auf E-Campaigning-Lösungen für NGOs spezialisiert hat – die Potentiale der Einführung einer neuen Software zur Unterstützung von österreichweiten Kampagnen. Diese Software soll es Bürger_innen ermöglichen, ihre Anliegen im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Initiativen direkt an zuständige politische Stake-Holder zu übermitteln. Die Herausforderung ist dabei die korrekte Adressierung und automatisierte Anpassung der Inhalte. Um die Implementierung der technischen Lösungen ideal auf die Spezifika des österreichischen politischen Systems anzupassen bedarf es der politikwissenschaftlichen Begleitforschung, die im Rahmen des Projekts begonnen wird und in Follow-Up Projekten bis zur Marktreife des Produkts weiterverfolgt werden soll.


Dr. Tamara Ehs (Projektleitung)

Das politische Gericht. Richterbestellung und Rechtsprechung im Vergleich

Laufzeit: Februar 2018 – Jänner 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Höchst- und Verfassungsgerichte erfahren seit geraumer Zeit nicht nur in der Wissenschaft eine erhöhte Aufmerksamkeit. Journalistische Alltagsbefunde etwa zur "Macht der obersten Richter" oder zu den "stillen Herrschern" und die Metapher vom "letzten Wort", das die Gerichte hätten, weisen auf deren Bedeutungszuwachs im politischen Geschehen hin; sie werden als Mit- oder gar Gegenspieler der Politik wahrgenommen. Tatsächlich greifen sie mit ihren Urteilen in das System von politischen Machtbeziehungen ein, dem sie wiederum selbst verhaftet und verantwortlich sind. Durch die ihnen übertragenen und von ihnen in Anspruch genommenen Gestaltungsbefugnisse sind sie auch politische Organe. Andererseits werden Höchst- und Verfassungsgerichte nicht selten auch Spielball der Politik, wie wir jüngst etwa in Polen beobachten konnten. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht die Frage, inwiefern die Richterbestellung Einfluss auf höchstrichterliche Urteile hat. Diese Frage umfasst demnach zwei Aspekte: einerseits die Analyse der Richterbestellung, andererseits die Analyse des Stimmverhaltens der Richterinnen und Richter. Hinsichtlich des EuGH soll der Untersuchung der österreichischen Richter/innen besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, da diese bislang nicht Gegenstand der hiesigen Politikwissenschaft waren.


Senior Lecturer Dr. Karin Liebhart (Projektleitung)

The Austrian Presidential Elections 2016: A Case study in Visual Political Storytelling

Projektmitarbeiterin: Petra Bernhart

Laufzeit: Februar 2017 – Jänner 2019

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Weitere Informationen: http://visualstorytelling.univie.ac.at/


Univ.-Ass. Dr. Gundula Ludwig (Projektleitung)

Der Körper des Demos

Laufzeit: Juli 2015 – Juni 2018

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (APART – Austrian Programme for Advanced Research and Technology – Stipendium)


Univ.-Prof. Dr. Oliver Marchart (Projektleitung)

Making Democracy. Aushandlungen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität unter Jugendlichen

Projektmitarbeiterinnen: Ines Garnitschnig, Elke Rajal

Laufzeit: September 2017 – September 2019

gefördert durch: Sparkling Science - ein Programm des Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), Abwicklung durch die Österreichische Austauschdienst GmbH - OeAD

Das Projekt untersucht alltägliche Aushandlungsformen demokratischer Grundwerte durch Jugendliche. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschafter_innen, Künstler_innen, Vermittler_innen und Lehrer_innen erforschen die Jugendlichen die Bedeutung von Freiheit, Gleichheit und Solidarität in ihren Lebenszusammenhängen. Das Forschungsziel besteht in einer Kartographie des alltagskulturellen Aushandlungsraums von Demokratie. Daneben verfolgt das Projekt das praktische Ziel, demokratische Einstellungen der beteiligten Jugendlichen sowie demokratische Prozesse an der Schule zu stärken. Methodologisch erweitert „Making Democracy“ Ansätze der partizipativen Forschung und der kritischen Kunstvermittlung.

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Dr. Katharina T. Paul (Projektleitung)

InsSciDE – Inventing a shared Science Diplomacy for Europe

Projektmitarbeiterin: Myriam Gatisch, MA

Laufzeit: Jänner 2018 – Dezember 2021

gefördert durch: European Union’s Horizon 2020 research and innovation program

Weitere Informationen: http://www.insscide.eu/

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KNOW-VACC: Knowledge production and governance in vaccination policy

Laufzeit: März 2017 – Februar 2021

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Das Elise Richter Exzellenz Programm des FWF bietet eine vierjährige Senior Postdoc Stelle, die der Habilitation bzw. einer gleichwertigen Qualifizierung dient. In ihrem Projekt KNOW-VACC (Knowledge production and governance in vaccination policy) forscht Katharina T. Paul weiterhin vergleichend im Politikfeld Impfpolitik.


Dr. Isabella Radhuber (Projektleitung)

Interkulturelle Demokratien: Macht und Ressourcenflüsse

Laufzeit: September 2017 – September 2018

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Erwin-Schrödinger Rückkehr-Stipendium)

Das Projekt entschlüsselt die Machtbeziehungen, die mit der sich ausdehnenden Ressourcenextraktion in den interkulturellen Demokratien der Andenländer einhergehen (und diese ermöglichen). Diese Machtbeziehungen stehen in einer Wechselwirkung mit den biophysischen (d.h. Material und Energie) Flüssen und werden anhand von zwei Bergbau-bezogenen Konflikten in Cuenca Poopó (Bolivien) und Intag (Ecuador) untersucht. Wie ermöglichen bzw. begrenzen diese multiskalaren Machtbeziehungen rund um die Ressourcenaneignung in Form von ökologischen und metabolischen Antriebskräften die demokratische Teilnahme unterschiedlicher Gruppen? Welche konkurrierenden sozio-politischen Kräfte und Ressourcenflüsse bedingen diesen multiskalaren Machtbeziehungen und vice versa? Wie ermöglichen und begrenzen diese Machtbeziehungen interkulturelle Demokratien durch die demokratische Teilnahme von indigenen Gruppen? Ein theoretischer Rahmen für postkoloniale Zusammenhänge wurde unter Einbezug der Kategorien von Raum, Differenz und Machtbeziehungen entwickelt und soll postkoloniale politische Dimensionen in politischer Ökologie spezifizieren. Die Kategorien der Differenz und des demokratischen Pluralismus ermöglichen ein besseres Verständnis von Gesellschaften in postkolonialen Zusammenhängen und speziell von interkulturellen Demokratien.

Gastinstitutionen:
• Department für Geographie, Universität Cambridge (Prof. Sarah Radcliffe)
• Institute of Environmental Science and Technology, Universitat Autònoma de Barcelona (Prof. Giorgos Kallis und Prof. Joan Martinez Alier)

Weitere Informationen zum Erwin-Schrödinger-Stipendium des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung


Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Projektleitung)

PETICIPATE – Petitionen und Parlamentarische Bürgerinitiativen: Verbindung von BürgerInnen und Parlament?

Projektmitarbeiter: Jeremias Stadlmair, Benedikt Seisl

Kooperationspartner: Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftlicher Dienst der Parlamentsdirektion Österreich

Laufzeit: März 2018 – August 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Vor dem Hintergrund sinkender Unterstützung für Institutionen und AkteurInnen repräsentativer Demokratie haben partizipative Instrumente das Ziel, die Verbindung zwischen BürgerInnen und politischen Eliten zu stärken. Petitionen und parlamentarische Bürgerinitiativen (P/BI) ermöglichen die Einbringung von Anliegen durch BürgerInnen in den österreichischen Nationalrat mittels 500 Unterstützungserklärungen (BI) oder über einzelne Abgeordnete (P). Entsprechend erweitern P/BI das Partizipationsspektrum im politischen System Österreichs. In dem Projekt erforschen wir die Funktion von P/BI für unterschiedliche gesellschaftliche Akteure und Gruppen, wie etwa der Mobilisierung, Policy-Reform, oder Opposition/Protest gegen Regierungsvorhaben. Das Projekt soll uns ermöglichen, Rückschlüsse über das Potential von P/BI als Instrument zur Stärkung der Beziehung zwischen BürgerInnen und Abgeordneten einerseits und als Instrument politischen Protests andererseits zu ziehen.

Zu diesem Zweck sammeln und analysieren wir Daten zu PetentInnen, mittels P/BI artikulierte Forderungen und der parlamentarischen Behandlung aller P/BI im Zeitraum von 1988 bis 2017. In einem weiteren Schritt führen wir eine wissenschaftliche Begleitung rezenter P/BI durch. Alsgesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz bietet das Projekt (a) einen Beitrag zum Verhältnis von direkte und repräsentativer Demokratie in Österreich, (b) Informationen für PetentInnen zu „Gelingensfaktoren“ von Petitionen und parlamentarischen Bürgerinitiativen, sowie (c) Empfehlungen zur Reform von Instrumenten direkter Beteiligung.

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Politics of Belonging in Spaces of Conviviality. Qualitative Analysis of Biographic Narratives and Accounts of Local Space of Autochthon Muslims in Zurich and Vienna

Projektmitarbeiter: Christoph Novak

Weiterer Betreuer: Matteo Gianni (Département de science politique et relations internationales, Universität Genf)

Laufzeit: Mai 2016 – April 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (DOC-Stipendium)

Diese theoriegeleitete, qualitativ-empirische Forschung beschäftigt sich mit jungen Muslim_innen, die in durch Diversität geprägten Stadtgebieten von Zürich und Wien leben und in der Schweiz, respektive Österreich sozialisiert wurden. Aus einer rassismuskritischen, von postkolonialen Theorien ausgehenden Perspektive wird die Frage gestellt, wie diese jungen Erwachsene unterschiedliche Zugehörigkeiten zu sozialen (religiösen, nationalen, räumlichen, etc.) Kollektiven in persönlichen Narrativen konstruieren und zueinander in Beziehung setzen. Ein besonderes analytisches Augenmerkt liegt dabei auf der Rolle des unmittelbar lokalen Umfeldes in diesen Konstruktionen.

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INSIDE the Deportation Gap - Social Membership for Non-Deported Persons

Projektmitarbeiter*innen: Ilker Ataç, Theresa Schütze

Laufzeit: Januar 2015 – Mai 2018

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

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Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer (Projektleitung)

Mobilising narratives in a transnational space. New media as a political site for negotiating Malian-diasporic identifications

Projektmitarbeiterin: Syntia Hasenöhrl

Laufzeit: Oktober 2016 – September 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (Docteam-Stipendium)

The PhD project explores the identifications and belongings mobile agents articulate on a Malian-diasporic news portal. It investigates which opportunities for political mobilisation and, thus, agency emerge from such mediated mobilities.

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MEET (Media Education for Equity and Tolerance)

Projektmitarbeiter*innen: Fanny Müller-Uri, Benjamin Opratko

Laufzeit: Dezember 2016 – November 2018

gefördert durch: EU – Europäische Union (Erasmus+ Programm)

„MEET: Media Education for Equity and Tolerance“ (2016-1018) ist ein durch das ERASMUS+ Programm der Europäischen Kommission finanziertes Projekt, an dem neben Österreich Italien, Slowenien, Deutschland und Belgien teilnehmen. MEET zielt auf die Förderung eines kritischen interkulturellen Verständnisses sowie einer bewussten Nutzung von Medien durch sozial benachteiligte Jugendliche, durch MigrantInnen und Flüchtlinge. Das Projekt will Medienbildung als ein Mittel zur Förderung sozialer Inklusion ganz unterschiedlicher Bevölkerungsschichten etablieren. Jugendliche und Lehrkräfte werden in einen „action research“-Prozess, also einen anwendungsorientierten Forschungsprozess, einbezogen, um Methoden der interkulturellen Medienbildung zu entwickeln, die von Prinzipien der Gleichheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität geleitet sind. Durch digitale Instrumente und wissenschaftliche Arbeiten zu Medien- und (Staats)BürgerInnenschaftsbildung, durch einen Bildungsdokumentarfilm und durch politische Empfehlungen werden die Ergebnisse einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: http://meetolerance.eu/

Facebook: http://www.facebook.com/MEETolerance/

Twitter: http://twitter.com/MEETolerance_EU


Univ.-Prof. Dr. Saskia Stachowitsch (Projektleitung)

Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung

Projektmitarbeiterinnen: Astrid Bergmann, BA (ab Jänner 2018), Josefa Maria Stiegler, BA MSc MA (bis Dezember 2017)

Laufzeit: Mai 2013 – Juni 2019

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

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Dr. Alice Vadrot (Projektleitung)

Improving Biodiversity Knowledge - Conflicts & Controverses

Laufzeit: Mai 2015 – Juni 2018

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Erwin-Schrödinger Rückkehr-Stipendium)

Ziel des Projektes ist die Erforschung der epistemischen und politischen Dimension im Entstehen inbegriffener institutioneller Arrangements an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Biodiversitätspolitik. Im Besonderen wird hierbei die politische und institutionelle Ausgestaltung und Umsetzung folgender wissenschaftlicher Entwicklungen in den Blick genommen: 1) die Integration von Feldforschung und Fernerkundung im Naturschutz, 2) die Entwicklung von Variablen zur quantitativen Analyse von Fortschritten im Biodiversitätsschutz, und 3) die Etablierung eines globalen Netzwerks zur verbesserten Integration und Interoperabilität von Daten(-infrastrukturen) im Bereich der Biodiversitätsbeobachtung. Das Projekt kombiniert teilnehmende Beobachtung mit semi-strukturierten Interviews und Dokumentenanalyse mit dem Ziel, jene Diskurse und Praktiken zu beschreiben, auf die zur Legitimierung und Autorisierung neuer (semi-)wissenschaftlicher Konzepte im Rahmen internationaler Verhandlungsräume zurückgegriffen wird, um nationalstaatliche Interessen in der Aushandlung von Regeln zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Biodiversität mit wissenschaftlichen Argumenten zu untermauern und durchzusetzen. In diesem Sinne liefert die Forschung einen Beitrag zum besseren Verständnis der Rolle der Wissenschaft in der internationalen Umweltpolitik und erfasst auf Grundlage empirischer Forschung die gegenseitige Durchdringung politischer und wissenschaftlicher Deutungshoheit sowie die Performativität symbolischer Macht in zwischenstaatlichen Verhandlungsräumen.

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