Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut.


Dr. Magnus G. Schoeller (Projektleitung)

The Challenge of Regional Leadership: Germany’s Self-Conception and Leadership Performance across EU Policies

Projektleitung: Dr. Magnus G. Schoeller
Laufzeit:
Juli 2020 - Juni 2023
gefördert durch:
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) APART-GSK
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Leadership of powerful states is considered crucial to the success of regional integration. Since the European Union (EU) finds itself in a ‘polycrisis’, many eyes are on Germany. However, Germany has long been characterized by a ‘leadership avoidance reflex’. Moreover, even if Germany perceives itself as a leader in the EU, it will not be able to provide leadership equally in all EU policies, as such hegemony is precluded for structural and legitimacy reasons. Therefore, this project investigates, first, the extent to which German political elites perceive themselves as a regional leader in different EU policies. Second, the project asks under which conditions Germany actually performs a leading role in a given policy. In order to answer these questions, the project elaborates an innovative theoretical model that integrates rationalist (interest-based) and constructivist (idea-based) perspectives on leadership. Methodologically, the project relies on a mixed-methods design by combining an elite survey with rigorous process-tracing based on semi-structured interviews and document analysis.


Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand (Projektleitung)

Social-Ecological Transformation: Industrial Conversion and the Role of Labour (CON-LABOUR)

Projektmitarbeiter: Heinz Högelsberger, Danyal Maneka, Markus Wissen & Enrico Schicketanz

Laufzeit: Juni 2018 – September 2020

gefördert durch: Klima- und Energiefonds (KLIEN) 

CON-LABOUR zielt auf ein besseres Verständnis von Möglichkeiten und Hürden für eine sozial-ökologische Konversion der österreichischen Automobilindustrie und der Rolle von ArbeitnehmerInnen und ihren Interessensvertretungen in diesem Prozess. Das Projekt analysiert Diskussionen, Erfahrungen und mögliche Einstiegspunkte, um den „automobilen Konsens“ in Frage zu stellen und umfassendere sozial-ökologische Transformationen einzuleiten, um die Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel und dem exzessiven Ressourcen- und Energieverbrauch ergeben, besser bewältigen zu können. Das Projekt beschäftigt sich außerdem mit der Rolle von ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen in Prozessen der sozial-ökologischen Transformation im Allgemeinen und der Konversion des Automobilsektors im Besonderen. Wir nehmen an, dass die Partizipation von ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Alternativen jenseits der Autoproduktion (und entsprechender Infrastruktur) und für würdige Arbeitsbedingungen als Teil von erfolgreichen und legitimen Konversionsprozessen spielen. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Institut für Soziale Ökologie an der Universität für Bodenkultur statt (Leiterin dort ist Dr. Melanie Pichler).

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Aufbau Forschungsgruppe Lateinamerika

Projektmitarbeiterin: Inrgid Fankhauser

Laufzeit: Dezember 2017 – Juni 2020

gefördert durch: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

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Mag. Sarah Gold-Ponesch (Projektleitung)

“Too much mother, not enough professional” or vice versa? How the situated knowledges of feminist academic mothers come to matter

Laufzeit: August 2019 – Juli 2022

gefördert durch: DOC Stipendium der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

Studien unterstreichen die Prävalenz von Ausgrenzungs- und Marginalisierungsmechanismen gegenüber Müttern im akademischen Bereich. Dabei wird ein stereotypes Bild „des Akademikers“ als implizit männlich, weiß, cis-gendered, körperlich und mental leistungsfähig und ansonsten privilegiert reproduziert, indem es mit „der Mutter“ als seinem „Anderen“ kontrastiert wird. Während „der Akademiker“ den Bereich des Wissens, des Verstandes und der Vernunft bezeichnet, wird „die Mutter“ der Sphäre der Erfahrung, des Körpers und der Emotionen zugeschrieben. In meiner Dissertation argumentiere ich, dass dieser modernistische Dualismus aus dem, was bell hooks ‚imperialistisches rassistisches kapitalistisches Patriarchat‘* nennt, geschaffen wird und in dieses zurückführt. Um diese Binarität zu durchbrechen, stütze ich mich auf einen intersektionellen Feminismus, der zutiefst von schwarzen, de- und postkolonialen Denker*innen geprägt ist. Das bedeutet, dass ich nachzeichne wie sich Wissen und Erfahrung, Theorie und Praxis, Rationalität und Emotionen zwischen und innerhalb von Feminismus, Wissenschaft und Mutterschaft bewegen. Konkret setze ich mich mit den ‚situierten Wissensbeständen‘ (Donna Haraway) von selbstidentifizierenden feministischen akademischen Müttern (FAMs) auseinander. Dabei ziele ich darauf ab folgende Forschungsfragen zu beantworten: (1) Wie marginalisieren und exkludieren modernistische Dualismen, die aus dem "imperialistische rassistische kapitalistische Patriarchat" entstehen und es reproduzieren, FAMs sowohl auf diskursiver als auch auf praktischer Ebene in der Wissenschaft; und (2) wie nutzen FAMs ihre Erfahrungen als Grundlage für die Untergrabung eben dieser Strukturen in der Wissenschaft und darüber hinaus? Oder, mit anderen Worten, wie ermöglichen es die situierten Kenntnisse der FAMs, anders zu denken und zu leben? Methodisch verankere ich meine Arbeit in den Erfahrungen und verkörperten Wissensbeständen von FAMs, indem ich Grounded Theory anwende. Zuerst untersuche ich Essays von selbstdefinierten FAMs aus den USA, die ich dann als Ausgangspunkt verwende, um im Anschluss qualitative Tiefeninterviews mit anderen in den USA ansässigen FAMs durchzuführen und zu analysieren. Mein Ziel ist es, einen Beitrag zu einem reichen Fundus an feministischen Arbeiten zu leisten, die die fortschreitende Neoliberalisierung der Wissenschaft als Institution und des akademischen Wissens als ihr „Produkt” kritisieren. Da die USA im Zentrum dieser Entwicklungen stehen, ist es wichtig, die zugrundeliegenden Prozesse auf lokaler Ebene zu untersuchen. Letztlich zielt diese Arbeit jedoch darauf ab, breitere gesellschaftspolitische Fragen zu informieren, wie beispielsweise: (a) welche Arten von Wissen werden in der Wissenschaft als „legitim“ oder „relevant“ angesehen; (b) welche Diskurse, Körper, Handlungen, Praktiken und/oder Theorien werden als „unprofessionell“, „irrelevant“ oder anderweitig als minderwertig angesehen; und (c) welche Auswirkungen hat dies auf die Wissenschaft als Institution und das akademische Wissen als ihr „Produkt“?

*Im Original bezeichnet bell hooks diesen Terminus als „imperialist white supremacist capitalist patriarchy“. Ich übersetze „white supremacist“ hier mit „rassistisch“ obwohl dies dem Originalbegriff nicht ganz gerecht wird.


Senior Lecturer Dr. Karin Liebhart (Projektleitung)

Gedenkjahr 2018: Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation

Projektmitarbeiterin: Petra Bernhart

Ehemaliger Projektmitarbeiter: Patrick Aprent

Laufzeit: Juni 2018 – März 2020

gefördert durch: Bundeskanzleramt, Geschäftsstelle des Beirates für das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018

Gefördert durch: Geschäftsstelle für den Beirat für das Gedenk- und Erinnerungsjahr
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem österreichischen Gedenkjahr 2018. Ein interdisziplinäres Team aus Forscher*innen der Politikwissenschaft, der Zeitgeschichte und der Digital Humanities widmet sich der Frage, wie in der strategischen Kommunikation politischer Akteur*innen und in medialen und digitalen Öffentlichkeiten auf das Gedenkjahr Bezug genommen wird und welche Deutungsangebote sich mit diesen Bezugnahmen verbinden. Im Zentrum stehen zwei wichtige Eckdaten des Gedenkjahres: die Gründung der Ersten Republik 1918 und der so genannte „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938. Das Forschungsprojekt fokussiert u.a. auf politische Reden, politisches Bildmaterial, Diskurse in sozialen Netzwerken sowie Medienbeiträge. Einen methodischen Schwerpunkt der Analyse bilden visuelle, diskursanalytische und korpuslinguistische Verfahren. Das Forschungsprojekt verbindet die bislang weitgehend getrennt betrachteten Bereiche der Gedächtnispolitik bzw. der Erinnerungskultur und der politischen Kommunikation, um Strategien politischer Akteur*innen im Rückgriff auf Vergangenheit sowie deren mediale Repräsentationen beleuchten und analysieren zu können.


Dr. Katharina T. Paul (Projektleitung)

InsSciDE – Inventing a shared Science Diplomacy for Europe

Projektmitarbeiterin: Anna Pichelstorfer

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Myriam Gatisch

Laufzeit: Jänner 2018 – November 2021

gefördert durch: European Union’s Horizon 2020 research and innovation program

Weitere Informationen: http://www.insscide.eu/

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KNOW-VACC: Knowledge production and governance in vaccination policy

Projektassistentin: Katharina Riesinger

Laufzeit: März 2017 – November 2021

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Das Elise Richter Exzellenz Programm des FWF bietet eine vierjährige Senior Postdoc Stelle, die der Habilitation bzw. einer gleichwertigen Qualifizierung dient. In ihrem Projekt KNOW-VACC (Knowledge production and governance in vaccination policy) forscht Katharina T. Paul weiterhin vergleichend im Politikfeld Impfpolitik.


Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Projektleitung)

Gewalt gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund (GBV-MIG)
GENDER-NET Plus Joint Call in Gender and UN Sustainable Development Goals

Projektmitarbeiter*innen, Universität Wien: Madita Erdmann, Leila Haj-Abdou, Milena Pieper

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen, Universität Wien: Beate Gassner

Mitglieder des Konsortiums: CRESPPA Université Paris 8 France (PI), National University of Ire-land Galway, St. Mary’s University Halifax, Oriental Insitute at Czech Academy of Sciences, University of Vienna, Norwegian Centre for Violence and Traumatic Stress Studies Oslo, Bar-Ilan University Tel Aviv

Laufzeit: März 2019 – Dezember 2021

Weitere Informationen: http://gbvmigration.cnrs.fr/

Gender-based violence (GBV) ist eine der größten Eingriffe in die und Verletzung der Menschenrechte von Frauen und stellt somit ein erhebliches Hindernis zur Umsetzung der SDGs dar. GBV gegen Frauen mit Migration- und Fluchthintergrund ist weit verbrei-tet, findet jedoch sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis wenig Beachtung und bleibt vielfach unsichtbar. Dieses Projekt versucht die strukturellen und gesell-schaftlichen Hintergründe von GBV im Kontext von Migration und Flucht zu begreifen. Dabei werden Interaktionen unterschiedlicher Formen von Diskriminierung und Un-gleichheiten in Bezug auf gender, „race“, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, gender Identität und Alter analysiert. Diese Faktoren könnten Einfluss auf die unter-schiedlichen Vulnerabilitäten von Frauen und deren Zugang zu Unterstützung und Schutz erheblich beeinflussen. GBV könnte durch restriktive Migrations- und Fluchtpoli-tiken und die Schließung und Militarisierung von Grenzen Frauen dazu zwingen, andere gefährliche Fluchtrouten einzuschlagen. Gleichzeitig sind Frauen durch Konflikte und ökonomische Risiken Flucht besonders ausgesetzt, womit das Risiko von sexueller Aus-beutung und Menschenhandel wächst. Zusätzlich können Bedingungen der Unterbrin-gung und Integrationspolitiken in Ziel- und Transitländern die Wahrscheinlichkeit, GBV zu erfahren, verstärken. Allerdings sind diese Frauen nicht einfach nur „Opfer“ von GBV, weswegen Strategien und Handlungsfähigkeiten ebenso wichtig zu betrachten sind. Das österreichische Team befasst sich vor allem mit dominanten Narrativen und Diskursen um das Thema GBV gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die (Un)Sichtbarkeit von GBV in Grenzregionen in Anbetracht der geografischen Lage Ös-terreichs und die Auswirkung der Schließung der sogenannten „Balkan Route“ und Bedingungen der Unterbringung in z.B. Frauenhäusern und Geflüchtetenunterkünften. Die Einbindung verschiedener Akteur*innen auf unterschiedlichen Ebenen ermöglicht es, die vergeschlechtlichten und rassifizierten Konstruktionen und Narrative zu identifi-zieren und zu analysieren. Daher werden Interviews mit relevanten Akteur*innen auf nationaler und internationaler Ebene sowie eine ausführliche Analyse nationaler und internationaler Dokumente und Policies durchgeführt. Zentral für dieses Projekt sind jedoch die Beteiligung von Frauen in Form von Interviews, welchen möglicherweise GBV wiederfahren ist.

Kontakt: madita.erdmann@univie.ac.at

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REvolTURN – Managing migrant return through ‘voluntariness’

Projektmitarbeiter: Reinhard Schweitzer

Laufzeit: Oktober 2018 – September 2020

gefördert durch: Europäische Kommission, Marie Skłodowska-Curie Individual Fellowship (IF)

The European Union and many of its Member States increasingly rely on public policies for the so-called ‘voluntary return’ of irregular migrants and (refused) asylum seekers. Very little is known about how these approaches work in practice and whether they meet stated policy goals and discharge state obligations regarding migrants’ human rights. The project REvolTURN addresses this research gap through a close and comparative analysis of ‘voluntary return’ policies in Austria and the UK, including their adoption, implementation and immediate outcome. It examines 1) how voluntariness of return is constructed and framed in law, policy and public discourse, 2) which notions of voluntariness are crucial for policy implementation, and 3) what impact this has on migrants’ own decision-making about their return. REvolTURN thereby addresses a key priority of the Horizon 2020 work programme: to better manage migration; and will contribute to recent scholarship regarding the in/effectiveness of migration policies and the agency of migrants holding no or highly precarious statuses.

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PETICIPATE – Petitionen und Parlamentarische Bürgerinitiativen: Verbindung von BürgerInnen und Parlament?

Projektmitarbeiter: Elio Dalpra, Jeremias Stadlmair & Benedikt Seisl 

Kooperationspartner: Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftlicher Dienst der Parlamentsdirektion Österreich

Laufzeit: März 2018 – September 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Vor dem Hintergrund sinkender Unterstützung für Institutionen und AkteurInnen repräsentativer Demokratie haben partizipative Instrumente das Ziel, die Verbindung zwischen BürgerInnen und politischen Eliten zu stärken. Petitionen und parlamentarische Bürgerinitiativen (P/BI) ermöglichen die Einbringung von Anliegen durch BürgerInnen in den österreichischen Nationalrat mittels 500 Unterstützungserklärungen (BI) oder über einzelne Abgeordnete (P). Entsprechend erweitern P/BI das Partizipationsspektrum im politischen System Österreichs. In dem Projekt erforschen wir die Funktion von P/BI für unterschiedliche gesellschaftliche Akteure und Gruppen, wie etwa der Mobilisierung, Policy-Reform, oder Opposition/Protest gegen Regierungsvorhaben. Das Projekt soll uns ermöglichen, Rückschlüsse über das Potential von P/BI als Instrument zur Stärkung der Beziehung zwischen BürgerInnen und Abgeordneten einerseits und als Instrument politischen Protests andererseits zu ziehen.

Zu diesem Zweck sammeln und analysieren wir Daten zu PetentInnen, mittels P/BI artikulierte Forderungen und der parlamentarischen Behandlung aller P/BI im Zeitraum von 1988 bis 2017. In einem weiteren Schritt führen wir eine wissenschaftliche Begleitung rezenter P/BI durch. Alsgesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz bietet das Projekt (a) einen Beitrag zum Verhältnis von direkte und repräsentativer Demokratie in Österreich, (b) Informationen für PetentInnen zu „Gelingensfaktoren“ von Petitionen und parlamentarischen Bürgerinitiativen, sowie (c) Empfehlungen zur Reform von Instrumenten direkter Beteiligung.

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BordEUr: Jean Monnet New European Boderlands' Network

Projektmitarbeiterinnen: Miriam Haselbacher, Helena Segarra 

Laufzeit: September 2019 – September 2022

gefördert durch: Erasmus+

The Institute of Political Science, with Sieglinde Rosenberger, Miriam Haselbacher and Helena Segarra, is part of the BordEUr research network. A recently launched network of nine universities that addresses the impact of recent developments in the EU’s and its member states’ bordering practices, how these practices are framed, and how the assigned meanings potentially clash with the EU’s identity as an international actor. 
The project is coordinated by the Center for European Neighborhood Studies (CENS) at the Central European University (Hungary).

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Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer (Projektleitung)

Cultures of Rejection (CuRe)

Projektmitarbeiter: Benjamin Opratko, Florian Zeller

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: VolkswagenStiftung

CuRe – Cultures of Rejections aims at a deeper understanding of processes of social polarisation, radicalisation and transformation of everyday life that underpin recent surges in nationalism and right-wing populism in Europe. Cultures of rejection are practices, discourses and cultural formations based on values, norms and affects which reject immigration, domestic political elites, institutions of civil society and the media, shifting gender relations, and European integration. The working hypothesis of the project posits that cultures of rejection emerge from experiences of change and crisis, and fuel rejection of both the EU and national democratic systems as well as institutions of civil society, threatening social cohesion and peaceful coexistence. The project seeks to test this hypothesis and analyse which dimensions of transformation and crisis are processed in cultures of rejection, and how meaning is ascribed to them inter-subjectively in different environments. The researchers will assess the situation along the 2015 migration route across Sweden, Germany, Austria, Croatia and Serbia, thoroughly examining work places, digital and socio-spatial environments. The socio-cultural research conducted is complemented with elements of digital ethnography.

Key research questions are:

• How do workers in two industries affected by economic and technological transformation (logistics/transport and retail) reproduce, justify or contradict cultures of rejection in their everyday lives?
• To which experiences of routines, transformation and crisis do employees ascribe meaning via reference to cultures of rejection?
• Which online and offline environments are relevant to the reproduction of cultures of rejection?
• What similarities and differences can account for the composition of cultures of rejection in different spaces and places?

CuRe is funded by the Volkswagen Stiftung’s initiative „Herausforderungen für Europa“ (2019-2021). Project leaders are Manuela Bojadžijev (Leuphana University Lüneburg , Germany), Irena Fiket (University of Belgrade, Serbia), Birgit Sauer (University of Vienna), Sanja Bojanic (University of Rijeka) and Stefan Jonsson (Linköping University).

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Migrant Children and Communities in a Transforming Europe (MiCREATE) 

Projektmitarbeiterinnen: Alev Cakir, Mira Liepold, Stella Wolter

Ehemalige Projektmitarbeiterinnen: Dovaine Buschmann, Ayse Dursun

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Europäische Kommission Horizon 2020 - SC6-MIGRATION-2018-2019-2020

Koordination: Science and Research Center Koper, Slowenien

Das Projekt wird im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes Horizon2020 gefördert und von 15 Forschungseinrichtungen aus 12 europäischen Ländern für die Dauer von 36 Monaten umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, die politisch-institutionellen Rahmenbedingungen der gesellschaftlichen Integration von minderjährigen MigrantInnen im Schulbereich vergleichend zu erforschen. Das Forschungsteam an der Universität Wien untersucht durch Policy-Analyse und Feldforschung mit SchülerInnen, Schulpersonal und politischen und zivilgesellschaftlichen Stakeholders die institutionellen Mechanismen des gesellschaftlichen Ein- und Ausschlusses minderjähriger MigrantInnen in Österreich. Vor dem Hintergrund wachsender politischer Krisen, die sich nicht zuletzt in die Restrukturierung von Migrationsregimen münden, beschäftigt sich das Forschungsteam mit der Frage, wie die gesellschaftlichen Positionen migrantischer Kinder und Jugendlichen an der Schnittstelle von Asyl- und Fremdenrecht einerseits und Jugendwohlfahrt und Schulrecht andererseits konstruiert werden. Die Forschungsergebnisse aus Österreich sollen an die Ergebnisse des gesamten Konsortiums gekoppelt werden, um ein ganzheitliches europäisches Bild zu erlangen.

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POP-MED. Politischer und medialer Populismus: Die “Flüchtlingskrise” in Slowenien und Österreich

Projektmitarbeiter, Universität Wien: Otto Penz, Daniel Thiele

Projektmitarbeiter*innen, The Peace Institute, Ljubljana: Mojca Pajnik (Projektleitung Ljubljana), Emanuela Fabijan, Iztok Šori, Marko Ribać, Mojca Frelih, Neža Kogovšek Šalamon

Partnerinstitutionen: Universität Wien & The Peace Institute, Ljubljana

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Slovenian Research Agency (ARRS) & FWF - Der Wissenschaftsfonds

Das Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen Parteienpolitik, Medien und Rechtspopulismus in Österreich und Slowenien. Ausgangspunkt ist der sogenannte „Sommer der Migration“ des Jahres 2015
Den geschichtlichen Hintergrund bildet die Erosion der Parteiendemokratie und der Aufschwung einer auf mediale Präsenz, Meinungsumfragen und PR-Experten fokussierten, „populistischen Demokratie“. Diese Veränderungen haben zum Aufstieg rechtspopulistischer Akteure beigetragen, die gegen „die Elite“ und gegen vermeintlich „Andere“ mobilisieren. Die große Zahl an Geflüchteten, die über die „Balkanroute“ versuchte, Krisengebieten zu entkommen, befeuerte den exkludierenden Populismus zusätzlich. Rechtspopulistische Parteien stellen Geflüchtete als gefährlich, nicht integrationsfähig und bedrohlich für die nationale Sicherheit und Wohlfahrtssysteme dar.
Das Forschungsprojekt untersucht diesen „exkludierenden Populismus“ der Jahre 2015 bis 2021 auf neuartige Weise. Die Analyse gilt dem Zusammenspiel dreier Felder: a) dem Feld politischer Entscheidungsprozesse, b) dem journalistischen Feld und der Berichterstattung über Migrationspolitik bzw. Migrationsbewegungen und c) der öffentlichen Wahrnehmung von Migration. In diesem Zusammenhang richtet das Projekt einen innovativen, affekttheoretischen Fokus auf die Mobilisierung von Emotionen wie Angst, Wut und (ausschließende) Solidarität.
Die Analysen des Projektes stützen sich auf einen vielfältigen Mix an Methoden: Neben einer kritischen, affektiven Frameanalyse von Parlamentsdebatten und Medieninhalten kommen qualitative ExpertInnen-Interviews mit PolitikerInnen und Medienfachleuten, quantitative Textanalysen von Migrationsdiskursen auf Twitter sowie primäre und sekundäre Auswertungen von Umfragedaten zum Einsatz.

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Mobilising narratives in a transnational space. New media as a political site for negotiating Malian-diasporic identifications

Projektmitarbeiterin: Syntia Hasenöhrl

Laufzeit: Oktober 2016 – Juli 2020

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (Docteam-Stipendium)

The PhD project explores the identifications and belongings mobile agents articulate on a Malian-diasporic news portal. It investigates which opportunities for political mobilisation and, thus, agency emerge from such mediated mobilities.


Dr. Meropi Tzanetakis (Projektleitung)

Zum Umgang mit Unsicherheiten auf anonymen Drogenmärkten

Laufzeit: November 2017 – Oktober 2020

gefördert durch: FWF – Der Wissenschaftsfonds (Erwin-Schrödinger Rückkehr-Stipendium)

Das Forschungsprojekt untersucht wie Markthandeln auf Plattformen im Darknet zustande kommt, das durch ein anonymes Umfeld gekennzeichnet ist. Ausgangspunkt des Projektes ist die Erkenntnis, dass Märkte Arenen sozialen Handelns sind, die durch soziale Praktiken, Normen, Konventionen, Werte, kulturelle Überzeugungen, Machtverhältnisse und institutionelle Regelungen geprägt werden. Im Zentrum des Projektes stehen die neuartigen technologischen Entwicklungen, die in den letzten Jahren im Internet Einzug gehalten haben und den NutzerInnen einen systematischen Handel mit einer breiten Palette an illegalisierter Drogen auf den entsprechenden Marktplätzen ermöglichen. Aus einer wirtschaftssoziologischen Perspektive wird die Frage gestellt, wie soziale Interaktionen der NutzerInnen auf anonymen Drogenmärkten dazu beitragen, Marktunsicherheiten in Bezug auf die Beurteilung des Wertes von Produkten, Wettbewerb und Kooperation zu lösen. Dazu wird erstmals ein theoretisch und empirisch fundierter Ansatz der sozialen Dimension von anonymen Drogenmärkten im Internet entwickelt. Das Forschungsprojekt fokussiert u.a. auf die digitale Beobachtung von Marktplätzen sowie dazugehöriger Foren, Selbstpräsentationen von NutzerInnen anonymer Plattformen und anonyme online Interviews, um sozial und kulturell eingebettete Praktiken der NutzerInnen analysieren zu können.

Kooperationspartner: Sveinung Sandberg (University of Oslo) & Nigel South (University of Essex)

Kontakt: meropi.tzanetakis@univie.ac.at


Ass.-Prof. Dr. Alice Vadrot (Projektleitung)

MARIPOLDATA - The Politics of Marine Biodiversity Data: Global and National Policies and Practices of Monitoring the Oceans

Projektmitarbeiter*innen: Emmanuelle Brogat, Arne Langlet, Ina Tessnow von Wysocki, Petro Tolochko

Laufzeit: November 2018 – Oktober 2023

gefördert durch: Starting Grant from the European Research Council (ERC), established by the European Commission

In order to protect marine biodiversity and ensure that benefits are equally shared, the UN General Assembly has decided to develop a new legally binding treaty under the United Nations Convention on the Law of the Sea. Marine biodiversity data will play a central role: Firstly, in supporting intergovernmental efforts to identify, protect and monitor marine biodiversity. Secondly, in informing governments interested in particular aspects of marine biodiversity, including its economic use and its contribution to biosecurity. In examining how this data are represented and used, this project will create a novel understanding of the materiality of science-policy interrelations in global environmental politics as well as develop the methodologies to do so. This is crucial, because the capacities to develop and use data infrastructures are unequally distributed among countries and global initiatives for data sharing are significantly challenged by conflicting perceptions of who benefits from marine biodiversity research.

The central objective of MARIPOLDATA is to develop and apply a new multiscale methodology for grounding the analysis of science-policy interrelations in empirical research. An interdisciplinary team, led by the PI, will collect and analyse data across different policy-levels and spatial scales by combining 1) ethnographic studies at intergovernmental negotiation sites with 2) a comparative analysis of national marine biodiversity monitoring policies and practices and 3) bibliometric and network analyses and oral history interviews for mapping the field of marine biodiversity science.

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