Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut.


Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand (Projektleitung)

Social-Ecological Transformation: Industrial Conversion and the Role of Labour (CON-LABOUR)

Projektmitarbeiter: Heinz Högelsberger, Danyal Maneka & Markus Wissen

Laufzeit: Juni 2018 – Mai 2020

gefördert durch: Klima- und Energiefonds (KLIEN) 

CON-LABOUR zielt auf ein besseres Verständnis von Möglichkeiten und Hürden für eine sozial-ökologische Konversion der österreichischen Automobilindustrie und der Rolle von ArbeitnehmerInnen und ihren Interessensvertretungen in diesem Prozess. Das Projekt analysiert Diskussionen, Erfahrungen und mögliche Einstiegspunkte, um den „automobilen Konsens“ in Frage zu stellen und umfassendere sozial-ökologische Transformationen einzuleiten, um die Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel und dem exzessiven Ressourcen- und Energieverbrauch ergeben, besser bewältigen zu können. Das Projekt beschäftigt sich außerdem mit der Rolle von ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen in Prozessen der sozial-ökologischen Transformation im Allgemeinen und der Konversion des Automobilsektors im Besonderen. Wir nehmen an, dass die Partizipation von ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Alternativen jenseits der Autoproduktion (und entsprechender Infrastruktur) und für würdige Arbeitsbedingungen als Teil von erfolgreichen und legitimen Konversionsprozessen spielen. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Institut für Soziale Ökologie an der Universität für Bodenkultur statt (Leiterin dort ist Dr. Melanie Pichler).


Dr. Tamara Ehs (Projektleitung)

Das politische Gericht. Richterbestellung und Rechtsprechung im Vergleich

Laufzeit: Februar 2018 – Jänner 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Höchst- und Verfassungsgerichte erfahren seit geraumer Zeit nicht nur in der Wissenschaft eine erhöhte Aufmerksamkeit. Journalistische Alltagsbefunde etwa zur "Macht der obersten Richter" oder zu den "stillen Herrschern" und die Metapher vom "letzten Wort", das die Gerichte hätten, weisen auf deren Bedeutungszuwachs im politischen Geschehen hin; sie werden als Mit- oder gar Gegenspieler der Politik wahrgenommen. Tatsächlich greifen sie mit ihren Urteilen in das System von politischen Machtbeziehungen ein, dem sie wiederum selbst verhaftet und verantwortlich sind. Durch die ihnen übertragenen und von ihnen in Anspruch genommenen Gestaltungsbefugnisse sind sie auch politische Organe. Andererseits werden Höchst- und Verfassungsgerichte nicht selten auch Spielball der Politik, wie wir jüngst etwa in Polen beobachten konnten. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht die Frage, inwiefern die Richterbestellung Einfluss auf höchstrichterliche Urteile hat. Diese Frage umfasst demnach zwei Aspekte: einerseits die Analyse der Richterbestellung, andererseits die Analyse des Stimmverhaltens der Richterinnen und Richter. Hinsichtlich des EuGH soll der Untersuchung der österreichischen Richter/innen besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, da diese bislang nicht Gegenstand der hiesigen Politikwissenschaft waren.


Senior Lecturer Dr. Karin Liebhart (Projektleitung)

Gedenkjahr 2018: Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation

Projektmitarbeiterin: Petra Bernhart

Ehemaliger Projektmitarbeiter: Patrick Aprent

Laufzeit: Juni 2018 – Dezember 2019

gefördert durch: Bundeskanzleramt, Geschäftsstelle des Beirates für das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018

Gefördert durch: Geschäftsstelle für den Beirat für das Gedenk- und Erinnerungsjahr
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem österreichischen Gedenkjahr 2018. Ein interdisziplinäres Team aus Forscher*innen der Politikwissenschaft, der Zeitgeschichte und der Digital Humanities widmet sich der Frage, wie in der strategischen Kommunikation politischer Akteur*innen und in medialen und digitalen Öffentlichkeiten auf das Gedenkjahr Bezug genommen wird und welche Deutungsangebote sich mit diesen Bezugnahmen verbinden. Im Zentrum stehen zwei wichtige Eckdaten des Gedenkjahres: die Gründung der Ersten Republik 1918 und der so genannte „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938. Das Forschungsprojekt fokussiert u.a. auf politische Reden, politisches Bildmaterial, Diskurse in sozialen Netzwerken sowie Medienbeiträge. Einen methodischen Schwerpunkt der Analyse bilden visuelle, diskursanalytische und korpuslinguistische Verfahren. Das Forschungsprojekt verbindet die bislang weitgehend getrennt betrachteten Bereiche der Gedächtnispolitik bzw. der Erinnerungskultur und der politischen Kommunikation, um Strategien politischer Akteur*innen im Rückgriff auf Vergangenheit sowie deren mediale Repräsentationen beleuchten und analysieren zu können.

--------------------------------------------------------------------------

Responsibility - Freedom of Expression: The World of NGOs - Information und Koordination für Stiftungen, Nicht-Regierungs- und Non-Profit-Organisationen in Österreich (FreeEX)

Laufzeit: August 2018 – Juli 2019

gefördert durch: Europäische Union - Horizon 2020 - EACEA - Education, Audiovisual and Culture Executive Agency, Programm: Europa für Bürgerinnen und Bürger


Univ.-Prof. Dr. Oliver Marchart (Projektleitung)

Making Democracy. Aushandlungen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität unter Jugendlichen

Projektmitarbeiterinnen: Nora Landkammer, Elke Rajal, Carina Maier

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Ines Garnitschnig

Laufzeit: September 2017 – Oktober 2019

gefördert durch: Sparkling Science - ein Programm des Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), Abwicklung durch die Österreichische Austauschdienst GmbH - OeAD

Das Projekt untersucht alltägliche Aushandlungsformen demokratischer Grundwerte durch Jugendliche. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschafter_innen, Künstler_innen, Vermittler_innen und Lehrer_innen erforschen die Jugendlichen die Bedeutung von Freiheit, Gleichheit und Solidarität in ihren Lebenszusammenhängen. Das Forschungsziel besteht in einer Kartographie des alltagskulturellen Aushandlungsraums von Demokratie. Daneben verfolgt das Projekt das praktische Ziel, demokratische Einstellungen der beteiligten Jugendlichen sowie demokratische Prozesse an der Schule zu stärken. Methodologisch erweitert „Making Democracy“ Ansätze der partizipativen Forschung und der kritischen Kunstvermittlung.

Weitere Informationen


Dr. Katharina T. Paul (Projektleitung)

InsSciDE – Inventing a shared Science Diplomacy for Europe

Projektmitarbeiterin: Anna Pichelstorfer

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Myriam Gatisch

Laufzeit: Jänner 2018 – November 2021

gefördert durch: European Union’s Horizon 2020 research and innovation program

Weitere Informationen: http://www.insscide.eu/

--------------------------------------------------------------------------

KNOW-VACC: Knowledge production and governance in vaccination policy

Projektassistentin: Katharina Riesinger

Laufzeit: März 2017 – November 2021

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Das Elise Richter Exzellenz Programm des FWF bietet eine vierjährige Senior Postdoc Stelle, die der Habilitation bzw. einer gleichwertigen Qualifizierung dient. In ihrem Projekt KNOW-VACC (Knowledge production and governance in vaccination policy) forscht Katharina T. Paul weiterhin vergleichend im Politikfeld Impfpolitik.


Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Projektleitung)

Gewalt gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund (GBV-MIG)
GENDER-NET Plus Joint Call in Gender and UN Sustainable Development Goals

Projektmitarbeiter*innen, Universität Wien: Madita Erdmann, Leila Haj-Abdou, Beate Gassner

Mitglieder des Konsortiums: CRESPPA Université Paris 8 France (PI), National University of Ire-land Galway, St. Mary’s University Halifax, Oriental Insitute at Czech Academy of Sciences, University of Vienna, Norwegian Centre for Violence and Traumatic Stress Studies Oslo, Bar-Ilan University Tel Aviv

Laufzeit: März 2019 – Dezember 2021

Gender-based violence (GBV) ist eine der größten Eingriffe in die und Verletzung der Menschenrechte von Frauen und stellt somit ein erhebliches Hindernis zur Umsetzung der SDGs dar. GBV gegen Frauen mit Migration- und Fluchthintergrund ist weit verbrei-tet, findet jedoch sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis wenig Beachtung und bleibt vielfach unsichtbar. Dieses Projekt versucht die strukturellen und gesell-schaftlichen Hintergründe von GBV im Kontext von Migration und Flucht zu begreifen. Dabei werden Interaktionen unterschiedlicher Formen von Diskriminierung und Un-gleichheiten in Bezug auf gender, „race“, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, gender Identität und Alter analysiert. Diese Faktoren könnten Einfluss auf die unter-schiedlichen Vulnerabilitäten von Frauen und deren Zugang zu Unterstützung und Schutz erheblich beeinflussen. GBV könnte durch restriktive Migrations- und Fluchtpoli-tiken und die Schließung und Militarisierung von Grenzen Frauen dazu zwingen, andere gefährliche Fluchtrouten einzuschlagen. Gleichzeitig sind Frauen durch Konflikte und ökonomische Risiken Flucht besonders ausgesetzt, womit das Risiko von sexueller Aus-beutung und Menschenhandel wächst. Zusätzlich können Bedingungen der Unterbrin-gung und Integrationspolitiken in Ziel- und Transitländern die Wahrscheinlichkeit, GBV zu erfahren, verstärken. Allerdings sind diese Frauen nicht einfach nur „Opfer“ von GBV, weswegen Strategien und Handlungsfähigkeiten ebenso wichtig zu betrachten sind. Das österreichische Team befasst sich vor allem mit dominanten Narrativen und Diskursen um das Thema GBV gegen Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die (Un)Sichtbarkeit von GBV in Grenzregionen in Anbetracht der geografischen Lage Ös-terreichs und die Auswirkung der Schließung der sogenannten „Balkan Route“ und Bedingungen der Unterbringung in z.B. Frauenhäusern und Geflüchtetenunterkünften. Die Einbindung verschiedener Akteur*innen auf unterschiedlichen Ebenen ermöglicht es, die vergeschlechtlichten und rassifizierten Konstruktionen und Narrative zu identifi-zieren und zu analysieren. Daher werden Interviews mit relevanten Akteur*innen auf nationaler und internationaler Ebene sowie eine ausführliche Analyse nationaler und internationaler Dokumente und Policies durchgeführt. Zentral für dieses Projekt sind jedoch die Beteiligung von Frauen in Form von Interviews, welchen möglicherweise GBV wiederfahren ist.

Kontakt: madita.erdmann@univie.ac.at

--------------------------------------------------------------------------

REvolTURN – Managing migrant return through ‘voluntariness’

Projektmitarbeiter: Reinhard Schweitzer

Laufzeit: Oktober 2018 – September 2020

gefördert durch: Europäische Kommission, Marie Skłodowska-Curie Individual Fellowship (IF)

The European Union and many of its Member States increasingly rely on public policies for the so-called ‘voluntary return’ of irregular migrants and (refused) asylum seekers. Very little is known about how these approaches work in practice and whether they meet stated policy goals and discharge state obligations regarding migrants’ human rights. The project REvolTURN addresses this research gap through a close and comparative analysis of ‘voluntary return’ policies in Austria and the UK, including their adoption, implementation and immediate outcome. It examines 1) how voluntariness of return is constructed and framed in law, policy and public discourse, 2) which notions of voluntariness are crucial for policy implementation, and 3) what impact this has on migrants’ own decision-making about their return. REvolTURN thereby addresses a key priority of the Horizon 2020 work programme: to better manage migration; and will contribute to recent scholarship regarding the in/effectiveness of migration policies and the agency of migrants holding no or highly precarious statuses.

--------------------------------------------------------------------------

PETICIPATE – Petitionen und Parlamentarische Bürgerinitiativen: Verbindung von BürgerInnen und Parlament?

Projektmitarbeiter: Elio Dalpra, Jeremias Stadlmair & Benedikt Seisl 

Kooperationspartner: Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftlicher Dienst der Parlamentsdirektion Österreich

Laufzeit: März 2018 – August 2020

gefördert durch: OeNB – Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Vor dem Hintergrund sinkender Unterstützung für Institutionen und AkteurInnen repräsentativer Demokratie haben partizipative Instrumente das Ziel, die Verbindung zwischen BürgerInnen und politischen Eliten zu stärken. Petitionen und parlamentarische Bürgerinitiativen (P/BI) ermöglichen die Einbringung von Anliegen durch BürgerInnen in den österreichischen Nationalrat mittels 500 Unterstützungserklärungen (BI) oder über einzelne Abgeordnete (P). Entsprechend erweitern P/BI das Partizipationsspektrum im politischen System Österreichs. In dem Projekt erforschen wir die Funktion von P/BI für unterschiedliche gesellschaftliche Akteure und Gruppen, wie etwa der Mobilisierung, Policy-Reform, oder Opposition/Protest gegen Regierungsvorhaben. Das Projekt soll uns ermöglichen, Rückschlüsse über das Potential von P/BI als Instrument zur Stärkung der Beziehung zwischen BürgerInnen und Abgeordneten einerseits und als Instrument politischen Protests andererseits zu ziehen.

Zu diesem Zweck sammeln und analysieren wir Daten zu PetentInnen, mittels P/BI artikulierte Forderungen und der parlamentarischen Behandlung aller P/BI im Zeitraum von 1988 bis 2017. In einem weiteren Schritt führen wir eine wissenschaftliche Begleitung rezenter P/BI durch. Alsgesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz bietet das Projekt (a) einen Beitrag zum Verhältnis von direkte und repräsentativer Demokratie in Österreich, (b) Informationen für PetentInnen zu „Gelingensfaktoren“ von Petitionen und parlamentarischen Bürgerinitiativen, sowie (c) Empfehlungen zur Reform von Instrumenten direkter Beteiligung.

Weitere Informationen

--------------------------------------------------------------------------

Politics of Belonging in Spaces of Conviviality. Qualitative Analysis of Biographic Narratives and Accounts of Local Space of Autochthon Muslims in Zurich and Vienna

Projektmitarbeiter: Christoph Novak

Weiterer Betreuer: Matteo Gianni (Département de science politique et relations internationales, Universität Genf)

Laufzeit: Mai 2016 – Juni 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (DOC-Stipendium)

Diese theoriegeleitete, qualitativ-empirische Forschung beschäftigt sich mit jungen Muslim_innen, die in durch Diversität geprägten Stadtgebieten von Zürich und Wien leben und in der Schweiz, respektive Österreich sozialisiert wurden. Aus einer rassismuskritischen, von postkolonialen Theorien ausgehenden Perspektive wird die Frage gestellt, wie diese jungen Erwachsene unterschiedliche Zugehörigkeiten zu sozialen (religiösen, nationalen, räumlichen, etc.) Kollektiven in persönlichen Narrativen konstruieren und zueinander in Beziehung setzen. Ein besonderes analytisches Augenmerkt liegt dabei auf der Rolle des unmittelbar lokalen Umfeldes in diesen Konstruktionen.

--------------------------------------------------------------------------

INSIDE the Deportation Gap - Social Membership for Non-Deported Persons

Projektmitarbeiter: Noah Schermann

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen: Ilker Ataç, Theresa Schütze, Sabine Koppes

Laufzeit: Januar 2015 – September 2019

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

Weitere Informationen


Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer (Projektleitung)

Cultures of Rejection (CuRe)

Projektmitarbeiter: Benjamin Opratko, Florian Zeller

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: VolkswagenStiftung

CuRe – Cultures of Rejections aims at a deeper understanding of processes of social polarisation, radicalisation and transformation of everyday life that underpin recent surges in nationalism and right-wing populism in Europe. Cultures of rejection are practices, discourses and cultural formations based on values, norms and affects which reject immigration, domestic political elites, institutions of civil society and the media, shifting gender relations, and European integration. The working hypothesis of the project posits that cultures of rejection emerge from experiences of change and crisis, and fuel rejection of both the EU and national democratic systems as well as institutions of civil society, threatening social cohesion and peaceful coexistence. The project seeks to test this hypothesis and analyse which dimensions of transformation and crisis are processed in cultures of rejection, and how meaning is ascribed to them inter-subjectively in different environments. The researchers will assess the situation along the 2015 migration route across Sweden, Germany, Austria, Croatia and Serbia, thoroughly examining work places, digital and socio-spatial environments. The socio-cultural research conducted is complemented with elements of digital ethnography.

Key research questions are:

• How do workers in two industries affected by economic and technological transformation (logistics/transport and retail) reproduce, justify or contradict cultures of rejection in their everyday lives?
• To which experiences of routines, transformation and crisis do employees ascribe meaning via reference to cultures of rejection?
• Which online and offline environments are relevant to the reproduction of cultures of rejection?
• What similarities and differences can account for the composition of cultures of rejection in different spaces and places?

CuRe is funded by the Volkswagen Stiftung’s initiative „Herausforderungen für Europa“ (2019-2021). Project leaders are Manuela Bojadžijev (Leuphana University Lüneburg , Germany), Irena Fiket (University of Belgrade, Serbia), Birgit Sauer (University of Vienna), Sanja Bojanic (University of Rijeka) and Stefan Jonsson (Linköping University).

Weitere Informationen

--------------------------------------------------------------------------

Migrant Children and Communities in a Transforming Europe (MiCREATE) 

Projektmitarbeiterinnen: Alev Cakir, Mira Liepold, Stella Wolter

Ehemalige Projektmitarbeiterinnen: Dovaine Buschmann, Ayse Dursun

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Europäische Kommission Horizon 2020 - SC6-MIGRATION-2018-2019-2020

Koordination: Science and Research Center Koper, Slowenien

Das Projekt wird im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes Horizon2020 gefördert und von 15 Forschungseinrichtungen aus 12 europäischen Ländern für die Dauer von 36 Monaten umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, die politisch-institutionellen Rahmenbedingungen der gesellschaftlichen Integration von minderjährigen MigrantInnen im Schulbereich vergleichend zu erforschen. Das Forschungsteam an der Universität Wien untersucht durch Policy-Analyse und Feldforschung mit SchülerInnen, Schulpersonal und politischen und zivilgesellschaftlichen Stakeholders die institutionellen Mechanismen des gesellschaftlichen Ein- und Ausschlusses minderjähriger MigrantInnen in Österreich. Vor dem Hintergrund wachsender politischer Krisen, die sich nicht zuletzt in die Restrukturierung von Migrationsregimen münden, beschäftigt sich das Forschungsteam mit der Frage, wie die gesellschaftlichen Positionen migrantischer Kinder und Jugendlichen an der Schnittstelle von Asyl- und Fremdenrecht einerseits und Jugendwohlfahrt und Schulrecht andererseits konstruiert werden. Die Forschungsergebnisse aus Österreich sollen an die Ergebnisse des gesamten Konsortiums gekoppelt werden, um ein ganzheitliches europäisches Bild zu erlangen.

Weitere Informationen

--------------------------------------------------------------------------

POP-MED. Politischer und medialer Populismus: Die “Flüchtlingskrise” in Slowenien und Österreich

Projektmitarbeiter, Universität Wien: Otto Penz, Daniel Thiele

Projektmitarbeiter*innen, The Peace Institute, Ljubljana: Mojca Pajnik (Projektleitung Ljubljana), Emanuela Fabijan, Iztok Šori, Marko Ribać, Mojca Frelih, Neža Kogovšek Šalamon

Partnerinstitutionen: Universität Wien & The Peace Institute, Ljubljana

Laufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2021

gefördert durch: Slovenian Research Agency (ARRS) & FWF - Der Wissenschaftsfonds

Das Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen Parteienpolitik, Medien und Rechtspopulismus in Österreich und Slowenien. Ausgangspunkt ist der sogenannte „Sommer der Migration“ des Jahres 2015
Den geschichtlichen Hintergrund bildet die Erosion der Parteiendemokratie und der Aufschwung einer auf mediale Präsenz, Meinungsumfragen und PR-Experten fokussierten, „populistischen Demokratie“. Diese Veränderungen haben zum Aufstieg rechtspopulistischer Akteure beigetragen, die gegen „die Elite“ und gegen vermeintlich „Andere“ mobilisieren. Die große Zahl an Geflüchteten, die über die „Balkanroute“ versuchte, Krisengebieten zu entkommen, befeuerte den exkludierenden Populismus zusätzlich. Rechtspopulistische Parteien stellen Geflüchtete als gefährlich, nicht integrationsfähig und bedrohlich für die nationale Sicherheit und Wohlfahrtssysteme dar.
Das Forschungsprojekt untersucht diesen „exkludierenden Populismus“ der Jahre 2015 bis 2021 auf neuartige Weise. Die Analyse gilt dem Zusammenspiel dreier Felder: a) dem Feld politischer Entscheidungsprozesse, b) dem journalistischen Feld und der Berichterstattung über Migrationspolitik bzw. Migrationsbewegungen und c) der öffentlichen Wahrnehmung von Migration. In diesem Zusammenhang richtet das Projekt einen innovativen, affekttheoretischen Fokus auf die Mobilisierung von Emotionen wie Angst, Wut und (ausschließende) Solidarität.
Die Analysen des Projektes stützen sich auf einen vielfältigen Mix an Methoden: Neben einer kritischen, affektiven Frameanalyse von Parlamentsdebatten und Medieninhalten kommen qualitative ExpertInnen-Interviews mit PolitikerInnen und Medienfachleuten, quantitative Textanalysen von Migrationsdiskursen auf Twitter sowie primäre und sekundäre Auswertungen von Umfragedaten zum Einsatz.

Weitere Informationen

--------------------------------------------------------------------------

Mobilising narratives in a transnational space. New media as a political site for negotiating Malian-diasporic identifications

Projektmitarbeiterin: Syntia Hasenöhrl

Laufzeit: Oktober 2016 – September 2019

gefördert durch: ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften (Docteam-Stipendium)

The PhD project explores the identifications and belongings mobile agents articulate on a Malian-diasporic news portal. It investigates which opportunities for political mobilisation and, thus, agency emerge from such mediated mobilities.


Univ.-Prof. Dr. Saskia Stachowitsch (Projektleitung)

Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung

Projektmitarbeiterin: Astrid Bergmann

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Josefa Maria Stiegler

Laufzeit: Mai 2013 – Juni 2019

gefördert durch: FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Elise-Richter-Stipendium)

Weitere Informationen


Ass.-Prof. Dr. Alice Vadrot (Projektleitung)

MARIPOLDATA - The Politics of Marine Biodiversity Data: Global and National Policies and Practices of Monitoring the Oceans

Projektmitarbeiter*innen: Emmanuelle Brogat, Arne Langlet, Ina Tessnow von Wysocki, Petro Tolochko

Laufzeit: November 2018 – Oktober 2023

gefördert durch: Starting Grant from the European Research Council (ERC), established by the European Commission

In order to protect marine biodiversity and ensure that benefits are equally shared, the UN General Assembly has decided to develop a new legally binding treaty under the United Nations Convention on the Law of the Sea. Marine biodiversity data will play a central role: Firstly, in supporting intergovernmental efforts to identify, protect and monitor marine biodiversity. Secondly, in informing governments interested in particular aspects of marine biodiversity, including its economic use and its contribution to biosecurity. In examining how this data are represented and used, this project will create a novel understanding of the materiality of science-policy interrelations in global environmental politics as well as develop the methodologies to do so. This is crucial, because the capacities to develop and use data infrastructures are unequally distributed among countries and global initiatives for data sharing are significantly challenged by conflicting perceptions of who benefits from marine biodiversity research.

The central objective of MARIPOLDATA is to develop and apply a new multiscale methodology for grounding the analysis of science-policy interrelations in empirical research. An interdisciplinary team, led by the PI, will collect and analyse data across different policy-levels and spatial scales by combining 1) ethnographic studies at intergovernmental negotiation sites with 2) a comparative analysis of national marine biodiversity monitoring policies and practices and 3) bibliometric and network analyses and oral history interviews for mapping the field of marine biodiversity science.

Weitere Informationen