Univ.-Ass. Mag. Dr. Katharina Hajek

Fotoquelle: Irene Graf Fotografie.
Univ.-Ass. Mag. Dr. Katharina Hajek
Erreichbarkeit
Neues Institutsgebäude
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Zi.-Nr.: D 209
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E-Mail: katharina.hajek@univie.ac.at
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Kurzbiographie
Katharina Hajek ist Politikwissenschaftlerin und seit 2024 Universitätsassistentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz. In ihrer Dissertation an der Universität Wien hat sie sich mit dem Erstarken bevölkerungspolitischer Motive in der deutschen Familienpolitik beschäftigt. Sie war Marietta-Blau-Stipendiatin des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wissenschaft und visiting researcher an der York University/Toronto und am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der TU Berlin. Als Projektmitarbeiterin und Lehrbeauftragte in den Bereichen Politikwissenschaft und Geschlechterstudien arbeitete sie u.a. an der Universität Bielefeld, der Universität Klagenfurt und der Ruhr-Universität Bochum.
Forschungsschwerpunkte
In meiner Forschung interessiere ich mich vor allem für die dynamische Beziehung zwischen Geschlecht, Geschlechterverhältnissen und geschlechtlichen Identitäten und der politischen Regulierung von Familie, Reproduktion und Pflege. Ich interessiere mich nicht nur für empirisch fundierte Untersuchungen zu aktuellen politischen Entwicklungen, politischen Mobilisierungen und Auseinandersetzungen in diesem Bereich, sondern auch für die Frage, wie diese Entwicklungen mit dem neoliberalen Wandel des Staates und dem Aufstieg der populistischen radikalen Rechten in Europa zusammenhängen.
Mein besonderes Interesse gilt den Kontinuitäten sowie dem Wiederaufleben bevölkerungspolitischer Politikdiskurse und sozialinvestiven Programmatiken in der Familien- und Sozialpolitik und deren Auswirkungen auf geschlechtsspezifische und rassistische Ungleichheiten. Darüber hinaus interessiere ich mich für die Bevölkerungs- und Geschlechterpolitik des Rechtspopulismus, sowohl auf der Ebene der staatlichen Politik als auch in der Kultur- und Medienpolitik der Neuen Rechten.
Forschungsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechterpolitik, Rechtspopulismus, Familien- und Sozialpolitik, Wohlfahrtsstaat, Demokratie und politische Repräsentation
Auswahlbibliographie
Bücher/Sammelbände
- Gender Studies zur Einführung. Hamburg: Junius Verlag 2025, mit Ina Kerner, Iwona Kocjan und Nicola Mühlhäußer.
- Familie und Biopolitik. Zur Regulierung und Reproduktion von Bevölkerung im Rahmen der ‚nachhaltigen Familienpolitik’ in Deutschland. Frankfurt am Main: Campus, 2020
- Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Berlin: Querverlag 2012, mit Helga Haberler, Gundula Ludwig und Sara Paloni.
Artikel
- Antonio Gramsci. In: Martin Endreß/Benjamin Rampp (Eds.): Politische Soziologie. Handbuch für Wissenschaft und Studium. Baden-Baden: Nomos (forthcoming)
- Productive and hazardous: Investing in families in social policy. In: Critical Social Policy, 44(1), 2023, 87–105.
- Contesting the meaning of gender and the family: Right-wing populism and gender in Germany. In: Women's Studies International Forum, Volume 95, November–December 2022. https://doi.org/10.1016/j.wsif.2022.102633, mit Viola Dombrowski.
- Zwischen Femonationalismus und Anti-Genderismus. Rechtspopulistische
Geschlechterpolitiken in Deutschland. In: GENDER. Antifeministische
Mobilisierungen, Sonderheft 2021, 42–58, Viola Dombrowski. - Krisen der Reproduktion. Schwerpunktheft Prokla. Bd. 49, Nr. 197, 2019, mit Julia Dück.
- Der biopolitische Charme der Familie. Die ‚nachhaltige Familienpolitik’ und die quantitative und qualitative Regulierung der Bevölkerung in Deutschland. In: Braun, Kathrin/Gerhards, Helene (Eds.): Biopolitiken. Regierungen des Lebens heute. Reihe: Politologische Aufklärung – konstruktivistische Perspektiven. Wiesbaden: Springer, 183–207.
- Mobilizing affects about intimate relationships – Emotional pedagogy among the New Right in Germany. In: Juvonen, Tuula/Kolehmainen, Marjo (Eds.): Affective Inequalities in Intimate Relationships. London: Routledge 2018, 171–185, mit Katja Chmilewski.
- Von Krücken, Tabus und Seilschaften. Aushandlungen, Effekte und Grenzen von Geschlechterquoten in Parteien. In: Herausgeberinnenkollektiv Blaustrumpf Ahoi (Ed.): „Sie meinen es politisch“. 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich. Wien: Löcker, 285–297, mit Birgit Sauer.
- Crisis Management by Subjectivation. Towards a Feminist Neo-Gramscian Framework for the Analysis of Europe’s Multiple Crisis. In: Globalizations 13(2), 2015, 217–231, mit Benajmin Opratko.
